Sachsens Lehrer streiken wieder

Heute sind in Dresden die Lehrer auf die Straße gegangen, um Tarifverhandlungen zur Altersteilzeit einzufordern.+++

Es reicht. So empfinden viele Lehrer in Sachsen. An drei Streiktagen machen sie ihrem Ärger Luft. In und um Dresden gingen am Mittwoch 5000 Lehrer in den Ausstand, 3000 versammelten sich zu einer Kundgebung. Bereits zum Schuljahresanfang im September waren die Lehrer für Altersteilzeitregelungen und einen Demografie-Tarifvertrag auf die Straße gegangen. Doch seitdem hat sich nichts bewegt.

Interview im Video mit Jürgen Thamm, Bezirksvorsitzender GEW Dresden

Sachsens Kultusministerin Kurth hatte im Vorfeld mit Unverständnis auf die Streiks reagiert und die Pläne zur Altersteilzeit kritisiert. Es könnten sich nicht genügend Lehrer finden, um die Lücken zu schließen, befürchtet die Ministerin. Für die streikenden Lehrer ist das kein Argument gegen den Demografie-Tarifvertrag.

Interview im Video mit Petra Schmalfuß, Förderschullehrerin aus Pirna
Interview im Video mit Karin Kühnel, Förderschullehrerin aus Pirna

Auch unter den jungen Pädagogen regt sich Frust. Sie fordern mehr Stellen und eine bessere Bezahlung des Vorbereitungsdienstes.

Interview im Video mit Konrad Menzel, Förderschullehrer aus Dresden
Interview im Video mit Jana Tillack, Förderschullehrerin aus Dresden

Im Dezember entscheidet der Sächsische Landtag über den neuen Haushalt und damit auch über die Mittel, die für Schule und Lehrer bereitstehen. Mit dem jetzigen Entwurf will sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft nicht zufrieden geben.

Interview im Video mit Jürgen Thamm, Bezirksvorsitzender GEW Dresden

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!