Sachsens Schüler sind fit für die Badesaison: Fast alle Zweitklässler erhalten „Seepferdchen“

„Sachsen ist das einzige Bundesland, das den Schwimmunterricht seit Schuljahr 2008/2009 flächendeckend in Klassenstufe 2 durchführt“, so Kultusminister Roland Wöller.

Damit habe man auch dem Willen der Eltern entsprochen, den Unterricht um ein Jahr vorzuziehen, so dass die Kinder schon früh schwimmen lernen.

In Sachsen haben im vergangenen Schuljahr fast alle Zweitklässler (91 Prozent) die Bedingungen für das Seepferdchen erfüllt. Mit diesem Ergebnis liegt die Erfolgsquote der Schwimmausbildung auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Die Verantwortung, Kindern das Schwimmen frühzeitig beizubringen und auf die Gefahren der kommenden Badesaison vorzubereiten, liege aber nicht allein bei der Schule, sondern sei ebenso eine Aufgabe der Eltern, betonte der Minister.
 
„Wie beim Sprechen- und Lesenlernen kommt es auch beim Schwimmen auf das nötige Training an. Wer in seiner Freizeit schwimmen geht, gewinnt die nötige Sicherheit und kann die Fähigkeiten auf der Basis des Seepferdchens weiter stärken“, so Wöller. Gerade der Sommerurlaub bietet sich für Familien an, gemeinsam mit viel Spaß und der nötigen Zeit das Schwimmen und Tauchen weiter zu üben.

Der Schwimmunterricht in Sachsen findet in der Regel wöchentlich mit einer Stunde statt. Im gesamten Schuljahr müssen es mindestens 35 Stunden sein. Insgesamt 51 Schulschwimmzentren gewährleisten im Freistaat die kontinuierliche Schwimmausbildung. Bevor der Unterricht beginnt, finden in den jeweiligen Schulen Elternabende statt, die über die Inhalte und die Bekleidungsordnung informieren.

Durchgeführt wird der Schwimmunterricht von besonders geschulten Lehrern, die unter anderem das Rettungsschwimmerabzeichen in Bronze besitzen und aller zwei Jahre an einer Fortbildung teilnehmen müssen. Um den Schwimmnachweis Seepferdchen zu erhalten, müssen die Kinder vom Beckenrand ins Wasser springen, 25 Meter schwimmen und nach einem Gegenstand im flachen Wasser tauchen.