Sachsens Winzer starten Weinlese

Dresden – Einen ersten Vorgeschmack auf den Wein-Jahrgang 2017 gibt es in Dresden zu den „Tagen des offenen Weingutes“ am kommenden Wochenende. Traditionell setzt mit dem Start der Weinlese allmählich die Federweißer-Zeit ein. Zum Beginn der Weinlese hat Jonathan Wosch mit der Sommertour auf Schloss Wackerbarth vorbeigeschaut.

Traditionell ernten die Winzer des Radebeuler Weinguts für ihren sächsischen Federweißen zunächst die frühreifen Rebsorten. Dazu gehört auch die weiße Sorte „Solaris“, die 1975 am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg von Norbert Becker neu gezüchtet wurde. Die ersten Gläser des prickelnden Getränks und damit auch den ersten Vorgeschmack auf den Jahrgang 2017 genießen Weinfreunde auf Schloss Wackerbarth bereits zu den „Tagen des offenen Weingutes“ am 26. und 27. August. Zwei Wochen später feiert Europas erstes Erlebnisweingut den Beginn der Federweißersaison bei seinem beliebten Federweißerfest. Am 9. und 10. September erleben alle Gäste ein abwechslungsreiches Programm aus kulinarischen Köstlichkeiten, unterhaltsamer Musik und interessanten Einblicken hinter die Kulissen der Wein- und Sektmanufaktur. Die ersten Trauben des Goldrieslings – einer Spezialität, die nur noch in Sachsen angebaut wird – sowie der Rotweinsorte Frühburgunder lesen Wackerbarths Winzer ab Anfang September. „Wir sind mit dem bisherigen Verlauf des Weinjahres 2017 sehr zufrieden. Die Trauben präsentieren sich aktuell in einem hervorragenden Zustand und sind gesund. Aufgrund der anhaltend warmen Witterung haben sie einen Reifevorsprung von rund 10 Tagen“, erklärt Till Neumeister, Weinbauleiter von Schloss Wackerbarth. „Für verlässliche Prognosen ist es jedoch noch zu früh. Denn der Herbst macht das Weinjahr: Er ist entscheidend für das Volumen der Erntemenge und den Geschmack der Trauben.“ Als Federweißer wird der in Gärung befindliche Traubenmost bezeichnet. Das fruchtig prickelnde Getränk gehört zusammen mit Zwiebelkuchen ganz klassisch zum Herbstanfang und gilt als genussvoller Vorbote des neuen Weinjahrgangs. Dem frisch gepressten Most wird zunächst Hefe zugesetzt, damit die alkoholische Gärung einsetzt. Am besten schmeckt Federweißer, wenn der Alkoholgehalt bei ca. 6-8 % vol. liegt – die alkoholische Gärung also noch nicht abgeschlossen ist. Dann ist das Verhältnis von fruchtiger Süße und feiner Säure perfekt ausgewogen. Seinen Namen erhält Federweißer durch die Hefeteilchen, die wie kleine Federn im Most schweben. Würde man ihn durchgären lassen, entsteht ein Stillwein, der anfangs noch trüb ist. Die schwebenden Hefeteilchen setzen sich erst nach einiger Zeit auf dem Flaschenboden ab, wodurch der Wein langsam klar wird.

Über Schloss Wackerbarth
Schloss Wackerbarth ist Europas erstes Erlebnisweingut und führt gleichzeitig die Tradition einer der ältesten Sektkellereien Europas meisterhaft fort. Das Erlebnisweingut steht für ein in Deutschland einzigartiges Ensemble aus barocker Schloss- und Gartenanlage, malerischer Weinberglandschaft sowie moderner Wein- und Sektmanufaktur. Dabei folgt das Unternehmen der mehr als 850-jährigen sächsischen Weinbautradition und der 180-jährigen Tradition der Sektkellerei Bussard zur Sektbereitung nach klassischer Flaschengärung. Aufgrund ihres erlesenen Charakters und der selbst auferlegten Mengenbeschränkung haben die Weine und Sekte von Schloss Wackerbarth den Wert von Raritäten. 2010 wurde das Weingut vom Deutschen Weininstitut (DWI) als „Höhepunkt der Weinkultur“ gewürdigt, 2012 erhielt der Blick auf das einzigartige Ensemble von Schloss Wackerbarth die Auszeichnung „Schönste Weinsicht Sachsens“. Schloss Wackerbarth hat sich als Staatsweingut der Sicherung und Förderung der sächsischen Weinkulturlandschaft inklusive ihrer Steillagen mit rund 25.000 m² an historischen Sandsteinterrassen verpflichtet. Dabei ist die Sicherung der Qualität in der Bewirtschaftung der einzelnen Lagen und in der Wein- und Sektbereitung genauso unabdingbar, wie Genießer auf sächsischen Wein aufmerksam zu machen und sie zu einem Besuch der sächsischen Weinstraße einzuladen. Mit täglichen Genuss-Touren durch die gläserne Wein- und Sektmanufaktur, einem eigenen Gasthaus sowie einer Vielzahl erlesener Veranstaltungen bringt Schloss Wackerbarth seit 2002 rund 190.000 Besuchern pro Jahr den sächsischen Wein- und Sektgenuss mit allen Sinnen näher.