Sachsensail

Der Sachse liebt das Reisen ja bekanntlich sehr und gute Geschäfte macht man ja am liebsten in entspannter Atmosphäre.

So heuerten auch dieses Jahr wieder zahlreiche sächsische Unternehmer auf einem Segelschiff an und gingen auf große Fahrt.
Das Land hat sie wieder. Nach 6 Tagen und 500 Seemeilen traten die ersten Sachsen-Sailer in La Spezia die Heimreise an. Nach Nordsee und Atlantik bot dieses Jahr das Mittelmeer die Kulisse für den Törn.

Das Schiff, die Atlantis, fährt unter holländischer Flagge, die Besatzung besteht fast nur aus Frauen und ist nach Meinung der Segler das schönste Schiff das sie bisher hatten. 

Interview: Ronny Sylvester Veerman, Kapitän

Von Palma de Mallorca, dem Ausgangspunkt der Tour, stacht die Atlantis am 05.Oktober in See. Erstes Ziel war die Insel Korsika. Leider musste der Dieselmotor den Vortrieb leisten, denn der Wind reichte zum Segeln nicht aus.

Bereits auf 8 erfolgreiche Jahre blickt die Sachsen Sail zurück. Zahlreiche Geschäftsbeziehungen und Projektideen nahmen ihren Ursprung an Bord. Die Segelmannschaft war gut durchmischt, vom Anwalt bis zum Beleuchtungsunternehmen ist alles zu finden. Das Du an Bord und die Arbeit auf dem Schiff schafften ein Gemeinschaftsgefühl und ließen gegenseitiges Vertrauen entstehen. 

Interview: Hans-Jürgen Zetsche, Präsident Sachsen-Sail-Club Leipzig e.V.

Nach einem Besuch der Insel Elba steuerte die Sail den Hafen von La Spezia in Italien an. Von hier aus nahmen die Segler am Unternehmertag der Industrie-und Handelskammer zu Leipzig in Bologna teil. Hier sollten die bestehenden Kontakte zum Mittelstand der Region Emilia Romana erneuert und intensiviert werden. Zum feierlichen Abschluss lud die Verbundnetz Gas AG zum Empfang auf die Atlantis.

Mit einer neuen Unternehmercrew ging die Tour auf ihren zweiten Abschnitt, entlang der italienisch-französischen Küste. Die Zeit an Bord wurde intensiv für Vorträge und Gespräche genutzt. Hier bestand die Möglichkeit branchenübergreifend von einander zu lernen. 

Interview: Hans-Jürgen Zetzsche, Sachsen-Sailer

Vom Seegang her war es eine Kaffeefahrt, nur an einem Tag wurde das Meer ein wenig wellig. Laute Dieselgeräusche veranlassten einige, nachts ihre Kabine gegen das Deck einzutauschen. Sonne, Meer und neue Kontakte ließen die Sachsen-Sail 2008 dennoch erfolgreich zu Ende gehen.

Man will der Sonne treu bleiben. Das Ziel 2009 könnte Libyen oder Thessaloniki heißen.