Sächsische Delegation beendet Chinareise

Mit einem Kooperationsvertrag zwischen der chinesischen Shenzhen Danbond Technology Co. Ltd und dem sächsischen Fraunhofer-Institut konnte eine weitere Zusammenarbeit besiegelt werden. +++

Am letzten Tag seiner Chinareise hat Wirtschaftsminister Martin Dulig in Peking u.a. bei der deutschen Botschaft und den Unternehmen Shenzhen Danbond Technology Co. Ltd. sowie AVIC Electromechanical Systems Co. Ltd. erneut für den Wirtschaftsstandort Sachsen und eine enge Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern geworben.

„Sächsische Unternehmen sind bereits in ganz China unterwegs. China ist der wichtigste Exportmarkt. Etwa 18 Prozent unserer Exporte werden in die Volksrepublik geliefert“, erklärte Dulig. „Auch chinesische Investoren sind in Sachsen beliebt. Durch den internationalen Austausch gewinnen beide Seiten – neben Know-how und wirtschaftlicher Stärke auch an interkulturellen Erfahrungen.“

Mit einem Kooperationsvertrag zwischen der chinesischen Shenzhen Danbond Technology Co. Ltd und dem sächsischen Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP konnte eine weitere länderübergreifende Zusammenarbeit im Zuge der Auslandsreise besiegelt werden. Gemeinsam soll im Bereich der OLED-Technologie weiter geforscht werden. Im Jahr 2022 will Peking, genauer die 180 Kilometer entfernt gelegene Stadt Zhangjiakou, die olympischen Winterspiele ausrichten. In den kommenden zwei Jahren soll eine Schnellbahn-Strecke gebaut werden, um Peking mit der im Nordwesten gelegenen Stadt innerhalb von 40 Minuten zu verbinden. Hou Liang, der Oberbürgermeister der 4,7-Millionen-Einwohner-Stadt, warb bei Martin Dulig um eine enge Zusammenarbeit von Zhangjiakou und dem Freistaat: „Wir haben Automobilbau, Maschinenbau und Bergbau, wir würden uns sehr freuen, wenn wir enger mit Ihnen und Ihren Firmen kooperieren könnten.“ Vor allem der Bereich der erneuerbaren Energien sei für China interessant: „Sie sind als Sachsen bei diesem Thema führend, lassen Sie uns teilhaben an Ihrem Wissen. Es ist unser Traum, einen gemeinsamen sächsisch-chinesischen Industriepark in Zhangjiankou zu errichten.“

Minister Martin Dulig: „Ich danke Ihnen für Ihr Lob und werde Ihnen Firmen nennen, die zu Ihnen gut passen würden und sicherlich Interesse an einer Zusammenarbeit haben.“
Hou: „Es gibt noch einen ganz anderen Bereich, den Sport! Wir würden uns sehr über eine intensive Zusammenarbeit freuen. Sachsen ist führend bei der Ausbildung guter Trainer. In Hinblick auf die Olympischen Spiele wäre es gut, wenn Sie uns ein wenig helfen könnten. Aber auch im Breitensport wollen wir uns entwickeln.“ Dulig sagte zu, die Wünsche dem Landessportbund Sachsen zu übermitteln.

Bei Vizeminister Guo Yezhou, von der internationalen Abteilung der KP China, warb Dulig u.a. noch einmal für Sachsen als Tourismus-Standort. „Wir haben in den vergangenen Tagen hier in China oft gehört, dass es ein sehr großes Interesse gibt, uns näher kennenzulernen.“ Jährlich reisen inzwischen 100 Millionen Chinesen ins Ausland, um dort Urlaub zu machen. Minister Guo griff den Vorschlag sofort auf und schlug konkrete Pläne und Programm-Pakete für den Ausbau des Tourismus beider Länder vor. Dulig: „Dass das so schnell geht, habe ich nicht erwartet.“

Auf dem gemeinsamen Empfang des deutschen Botschafters in China, Michael Claus, und von Martin Dulig dankte der Minister der mitreisenden Delegation und den chinesischen Partnern für die erfolgreiche Reise.

Das Fazit des Wirtschaftsministers: „China ist ein Land gewaltiger Möglichkeiten für uns Sachsen. Hier boomt die Wirtschaft. Das Land ist im Aufbruch, das spürt man überall. Unsere Firmen haben die besten Voraussetzungen, auf diesem riesigen Markt mitzumischen. Und auch die Chinesen stehen als Investoren bereit, um innerhalb Sachsens zu investieren. Wir Sachsen sind mit unserer Wirtschaft, aber auch mit unserer Forschung hervorragend aufgestellt. Unsere Partnerprovinz Hubei, mit der wir seit 2007 eng zusammenarbeiten, aber auch Peking und das gesamte Reich der Mitte, haben viele Gemeinsamkeiten mit dem Freistaat. Den Aufbruch in die Zukunft, in die Industrie 4.0, in gute und faire Arbeit, können wir gemeinsam bestreiten. Wir müssen die bestehenden guten Kontakte nutzen und weiter ausbauen. Das ist gut für Sachsen und gut für China.“

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar