Sächsische Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen werben 2008 so viele Drittmittel wie nie zuvor ein

Die sächsischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen haben im vergangenen Jahr 543,3 Millionen Euro an Projekt- und Drittmitteln eingenommen – so viel wie niemals zuvor, gab das sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst am Sonntag bekannt.

333 Millionen Euro gingen dabei an die Hochschulen – 87 Millionen Euro mehr als 2007.

„Die Höhe der Drittmittel ist ein wichtiger Indikator für die wissenschaftliche Leistungskraft von Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen. Deshalb ist die Steigerung der Drittmittel ein deutliches Signal, dass unsere Hochschulen und Forschungseinrichtungen hervorragend arbeiten“, kommentierte Sachsens Wissenschaftsministerin Prof. von Schorlemer die Zahlen.

Mit den Mitteln konnten im Jahr 2008 an den sächsischen Hochschulen (einschließlich der hochschulnahen Einrichtungen) 6.016 Stellen (in 9.420 Projekten) und an den außeruniversitären Forschungseinrichtungen 2.866 Stellen finanziert (in 3.223 Projekten) werden, so das sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Bei den Hochschulen (inklusive Forschungszentren und An-Instituten) steht die Technische Universität Dresden beim Einwerben von Drittmitteln an erster Stelle (155,72 Millionen Euro), gefolgt von der Universität Leipzig (78,52 Millionen Euro), der Technischen Universität Chemnitz (37,72 Millionen Euro) und der TU Bergakademie Freiberg (38,56 Millionen Euro).

Für die Hochschulen war der Bund wie auch in den Vorjahren der Hauptdrittmittelgeber (2008: 108,9 Millionen Euro; 2007: 77 Millionen Euro). Zweitgrößter Drittmittelgeber war die DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) mit 73,8 Millionen Euro (2007: 57 Millionen Euro). Von der Wirtschaft kamen 2008 69,1 Millionen Euro (2007: 57 Millionen Euro), laut dem sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.

Die außeruniversitären Einrichtungen nahmen 2008 insgesamt 210,6 Millionen Euro an Drittmitteln ein. (Fraunhofer-Institute: 116,23 Millionen Euro, Leibniz-Institute 38,95 Millionen Euro, Max-Planck-Institute 15,64 Millionen Euro).Hauptdrittmittelgeber war die Wirtschaft mit 73,7 Millionen Euro (vom Bund 44,9 Millionen Euro, von EU 31,3 Millionen Euro, von der DFG 14,5 Millionen Euro).

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Als Drittmittel bezeichnet man Mittel zur Förderung von Forschung und Entwicklung, zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und zur Förderung der Lehre, die zusätzlich zum regulären Haushalt von öffentlichen oder privaten Stellen eingeworben werden.