Sächsische Kitas beteiligen sich am Bundesprogramm für Sprachförderung

141 sächsische Kindertageseinrichtungen erhalten in diesen Tagen ihre Zuwendungsbescheide für die Bundesinitiative „Offensive Frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“.

Mit dem Programm soll die Sprachförderung für Kinder unter drei Jahren intensiviert werden. Der Bund stellt dafür 400 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Geld finanziert er für vier Jahre qualifiziertes Personal im Umfang einer halben Stelle pro Einrichtung. Dabei stehen besonders die Einrichtungen im Mittelpunkt, die viele Kinder mit Migrationshintergrund und Problemen in der Sprachentwicklung betreuen. Die ausgewählten Kindergärten erhalten jährlich 25.000 Euro. Insgesamt gingen 264 Bewerbungen ein.

Kultusminister Roland Wöller begrüßte das Bundesprogramm: „Es ist eine gute Ergänzung zu unserem Landesmodellprojekt ‚Sprache fördern‘. Das Programm bedeutet vor allem eine zusätzliche Entlastung für Einrichtungen mit einem besonders hohen Anteil an Kindern mit sprachlichen Defiziten.“ Das sächsische Projekt „Sprache fördern“ soll eine umfassende Förderung und gezielte Hilfen im Kita-Alltag bieten. Damit sollen Kinder unterstützt werden, bei denen in der Untersuchung im vierten Lebensjahr Sprachauffälligkeiten festgestellt wurden. Kultusminister Roland Wöller betonte: „Entscheidend für die Qualität der frühkindlichen Bildung ist die Sprachförderung. Sprache öffnet das Tor zum Wissen und ermöglicht erfolgreiche Kommunikation. Sie ist daher für soziale Teilhabe und den weiteren erfolgreichen Bildungsweg unabdingbar. Neben Kita und Schule trägt hier aber auch das Elternhaus eine große Verantwortung.“