Sächsische Konjunktur im 1. Quartal 2022 von Preiseinflüssen geprägt

Sachsen - Die sächsische Industrie hat von Januar bis März 2022 einen Gesamtumsatz von 17,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das geht aus Zahlen des statistischen Landesamtes hervor.

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Die Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr beträgt damit nominal 8 Prozent. Berücksichtigt man allerdings die Preisentwicklung, ist hingegen ein Rückgang um 4% zu verzeichnen. Besonders vom Rückgang betroffen war der Wirtschaftszweig „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“, der rund ein Fünftel weniger Umsatz erzielte als im ersten Quartal 2021.
Ein nominaler Umsatzgewinn von rund einem Fünftel wurde im Baugewerbe bei einem Gesamtumsatz von 1,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Der Wohnungsbau konnte dabei ein weit überdurchschnittliches Plus von mehr als 50 Prozent erzielen. Der Neubau von Wohngebäuden in Sachsen verteuerte sich jedoch zeitgleich um fast 19 Prozent.

Im Einzelhandel stiegen die Umsätze von Januar bis März 2022 gegenüber 2021 nominal um knapp 6 Prozent, real indes um lediglich etwas über 1 Prozent. Im Gastgewerbe verdoppelte sich der Umsatz in dieser Zeit (nach pandemiebedingten Betriebseinschränkungen zu Jahresbeginn 2021) näherungsweise, unterschritt das Vorkrisenniveau vom 1. Quartal 2019 allerdings um nominal ein Viertel bzw. real um ein Drittel.
Die Jahresteuerungsrate der sächsischen Verbraucherpreise betrug im 1. Quartal 2022 durchschnittlich 5,6 Prozent. Deutliche Preissteigerungen gab es unter anderem bei Nahrungsmitteln (8 Prozent), Haushaltsenergie (18 Prozent) und Kraftstoffen (33 Prozent).