Sächsische Schüler bauen Roboter aus 800 Legosteinen

Schüler der Roboter-AG des Marie-Curie-Gymnasiums Dresden haben am zentraleuropäischen Wettbewerb “First LEGO League“ teilgenommen. Sie erreichten einen fünften Platz. +++

Die Schüler der Roboter-AG des Marie-Curie-Gymnasiums Dresden haben am vergangenen Wochenende an dem zentraleuropäischen Wettbewerb „First LEGO League“ (FLL) in Paderborn erfolgreich teilgenommen. Von insgesamt 24 Forscherteams aus sieben Ländern erreichten sie einen guten fünften Platz. Zum Vorjahr haben sie sich damit um vier Plätze verbessert und zum zweiten Mal für die „FLL Open European Championship“ qualifiziert. Der Wettbewerb findet Anfang Juni in den Niederlanden statt. Zusätzlich konnten die Jugendlichen den begehrten Pokal für die beste Programmierung (SAP-Sonderpreis) entgegen nehmen. Der „MCGBots“-Roboter musste innerhalb von zweieinhalb Minuten 15 Aufgaben lösen. Zwei Monate hatten die Schüler Zeit, sich darauf vorzubereiten. Am Ende entstand ein anderthalb Kilogramm schwerer Roboter aus 800 Legosteinen und jeder Menge technischer Raffinessen. Kultusminister Roland Wöller gratulierte den sächsischen Schülern zu ihrem guten Abschneiden: „Die jungen Tüftler von heute sind unsere sächsischen Fachkräfte von morgen. Sie sind zudem Vorbilder für andere Schüler.“ Eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung bringe im Unterricht Vorteile, denn „spielerisches Lernen fördert die Konzentration, Kreativität und vermittelt Wissen äußerst einprägsam“, betonte Wöller. Der Minister verwies darauf, dass Sachsen in allen Schularten auf einen sehr hohen Unterrichtsanteil in naturwissenschaftlichen Fächern setzt. Der Anteil der sogenannten MINT-Fächer beträgt 30 Prozent am Gesamtunterricht. Auch die hohe Anzahl an Schülerwettbewerben mit sehr gutem Abschneiden durch sächsische Schüler und die PISA-Ergebnisse bestätigen die erfolgreiche mathematisch-naturwissenschaftliche Förderung im Freistaat. „Einen großen Dank möchte ich aber auch an die Lehrer aussprechen, die mit viel Engagement das Interesse bei den Schüler wecken und deren Talente fördern. Sie haben einen großen Anteil an den Erfolgen bei den zahlreichen Wettbewerben“, so Wöller.

Der FLL-Wettbewerb stand in diesem Jahr unter dem Motto “Body forward” – es drehte sich alles um die Medizintechnik. Bewertet wurden vier Kategorien: Teamwork, Forschungspräsentation, Roboterdesign und Robotgame. Die fünf Dresdner Schüler zwischen 10 und 16 Jahren widmeten sich in ihrer fünfminütigen Forschungspräsentation der „Neurodermitis“. In Englisch präsentierten sie ihre Ergebnisse, um Verletzungen zu heilen, genetische Vorbelastungen zu überwinden und das Leistungsvermögen des Körpers zu verbessern.

Qualifiziert für den FLL-Wettbewerb hatten sich die jungen Dresdner Forscher durch die erfolgreiche Teilnahme an den entsprechenden Regionalwettbewerben. Der FLL-Wettbewerb wird von HANDS on TECHNOLOGY e.V. veranstaltet und ist für Jugendliche zwischen neun und 16 Jahren eine gute Möglichkeit, um ihre Interessen und Begabungen auf dem Gebiet moderner Technologien weiter zu fördern.

Die Roboter-AG des Marie-Curie-Gymnasiums Dresden gibt es seit sieben Jahren und besteht aus 18 Mitglieder. Vor dem Hintergrund der wachsenden Aufgaben bei der „FLL Open European Championship 2011“ suchen die MCGBots noch Unterstützung durch sächsische Firmen. Darüber hinaus planen die jungen Tüftler in diesem Schuljahr noch eine Teilnahme am Chemnitzer Roboterwettbewerb „RoboSAX 2011“.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus und Sport

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