Sächsische Staatsministerin besucht Übergabe an Wirtschaftsarchiv

Leipzig- Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration besuchte am Montag die Übergabe von historischen Dokumenten der Mitteldeutschen Braunkohlegesellschaft an das sächsische Wirtschaftsarchiv.

Nach 27 Jahren Wiedervereinigung möchte das Sächsische Wirtschaftsarchiv die Deutsch-Deutsche Geschichte aufarbeiten. Ein großes Thema sind dabei immernoch die Schicksale Tausender DDR-Betriebe nach der Wende, so auch im Bereich Bergbau. Deshalb übergab die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft – kurz MIBRAG, am Montag 250 Aufzeichnungen der regionalen Bergbaugeschichte an das Archiv.

Laut der Geschäftsführerin des Sächsische Wirtschaftsarchivs Veronique Töpel ist es möglich, dass in 20 oder 30 Jahren niemand mehr weiß wie die Seen in Leipzig entstanden sind.  Es solle im Bewusstsein bleibt, dass hier Menschen sehr bewusst Region und Landschaft gestaltet haben.  Das habe natürlich auch zu Verlusten in der Umwelt und der Heimat geführt, aber  es bestand eben auch die Möglichkeit eine Energieressource die zu einem bestimmten Zeitpunkt wichtig war auszunutzen. Außerdem habe dadurch beispielsweise für Geologen die Möglichkeit bestanden Entdeckungen zu machen, die ohne diese Umgestaltung nicht gefunden hätte. 

Ein besonderer Gast an diesem Tag war die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping. Sie möchte die Arbeit des Wirtschaftsarchivs aus einem bestimmten Grund unterstützen.

Denn bei vielen Gesprächspartnern ihrer Bürgersprechstunde  oder bei anderen Veranstaltungen, eine Tiefe Verletztheit und nicht Annerkennung ihrer Lebensleistung vorhanden wäre, so Köpping.  Dies würden sagen das man sich um die großen Dinge der Welt und der Gesellschaft kümmere, aber sich fragen wer sich um sie kümmere.

Petra Köpping als Ministerin für Gleichstellung und Integration sei immer wieder gesagt worden,  das man sich ersteinmal um die Bürger kümmern und integrieren solle, bevor amn sich mit Menschen befasse die aus anderen Ländern kommen.  Das sei der Auslöser für Petra Köpping gewesen das auch zu tun.

Die von der MIBRAG übergebenen historischen Unterlagen, Fotos und Pläne  sollen für die wissenschaftliche Auswertung dem Verein DokMitt e. V.
übergeben werden. Das Sächsische Wirtschaftsarchiv wurde 1993 gegründet und besitzt Dokumente in einer Länge von insgesamt vier Kilometern.