Sächsische Staatsoper Dresden und Staatsschauspiel werden neuer Staatsbetrieb

Das Staatsschauspiel und die Staatsoper Dresden werden sich ab 2013 als „Sächsisches Staatstheater“ zusammen schließen. Die Zusammenlegung betrifft den nichtkünstlerischen Bereich, wie die Verwaltung und die Werkstätten. +++

In einer ersten gemeinsamen Sitzung begrüßten heute die Verwaltungsräte von Staatsschauspiel und Staatsoper den Beschluss, sich ab 2013 unter dem neuen Dach „Sächsische Staatstheater“ zusammen zuschließen.

Abschließend unterschrieben die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer, sowie die Geschäftsführer der Semperoper und des Staatsschauspiels – Wilfried Schulz, Wolfgang Rothe, Christian Krentel-Seremet – eine gemeinsame Charta.

Die Charta regelt zusammen mit dem Statut und der Geschäftsordnung die Grundsätze der Fusion sowie die Struktur und Leitung (Geschäftsführung) des gemeinsamen Staatsbetriebes. Das Projekt der „Sächsischen Staatstheater“ wurde zwischen dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und den Leitungen der beiden Häuser entwickelt und vom Kabinett gebilligt.

Mit diesem Schritt sollen die beiden Häuser zukunftsfest gemacht werden und eine größere Planungssicherheit gegeben sein.

„Die Sächsischen Staatstheater sind ein moderner Betrieb mit effizienten Strukturen aber weiterhin zwei künstlerisch eigenständigen Häusern. Sowohl Staatsoper als auch Staatsschauspiel leisten einen bedeutenden Beitrag für das kulturelle Verständnis und die kulturelle Entwicklung des Freistaates Sachsen“, erklärt Kunstministerin Sabine von Schorlemer. „Mir ist wichtig: beide Häuser bleiben mit ihren Sparten, Intendanten und Mitarbeitern künstlerisch selbstständig und treten nach außen auch so auf. Moderne Strukturen und kreative unabhängige Köpfe sind die Erfolgsformel für die Sächsischen Staatstheater.“

Im neuen Staatsbetrieb wird lediglich der nichtkünstlerische Bereich zusammengelegt. Neben den bereits gemeinsam genutzten Werkstätten betrifft das vor allem die Verwaltung und perspektivisch die Logistik, etwa den Transport oder die Lagerung von Kulissen.

Vorrangig sind außerdem Planung und Bau eines gemeinsamen Probebühnenzentrums nahe den Werkstätten an der Ostra-Allee. Der Vorschlag des Zusammenschlusses war bereits im Februar 2012 den Verwaltungsräten sowohl der Sächsischen Staatsoper Dresden als auch des Staatsschauspiels Dresden vorgelegt und den Mitarbeitern beider Häuser in Personalversammlungen erläutert worden.

Auch die Intendanten dieser beiden Einrichtungen, Prof. Dr. Ulrike Hessler und Wilfried Schulz, stimmten damals dem Vorschlag zu. Zwischenzeitlich ist es gelungen, die Planungen im Einvernehmen mit allen Beteiligten zu konkretisieren, so dass die Zusammenführung nach der Zustimmung des Kabinetts mit Wirkung zum 1. Januar 2013 vollzogen werden kann.

Quelle:  Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst 

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