Sächsische Verbände sehen Weidetierhaltung durch Wölfe bedroht

Sachsen- Weidetierhalter in Sachsen sehen ihre Existenz durch Wölfe bedroht. Deshalb fordern sie in einem Offenen Brief Ministerpräsident Michael Kretschmer auf, sich aktiv für eine Bestandsregulierung des Wolfes auf Bundesebene einzusetzen.

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Besonders neugeborene und junge Tiere seien in der Weidetierhaltung von Wölfen bedroht, heißt es in dem Brief, der am Freitag vorgestellt wurde. Trotz der Installation von Zäunen sei es zu Übergriffen durch Wölfe gekommen. Das zeige, dass solche Schutzmaßnahmen längst nicht mehr ausreichten. Mittelfristig stünden die artgerechte Weidehaltung und damit verbunden die naturnahe Landschaftspflege zugunsten biologischer Artenvielfalt in Sachsen vor dem Aus, hieß es es in dem Brief. Nach Angaben des Sächsischen Landesbauernverbandes sind in diesem Jahr 212 Weidetiere von Wolfsangriffen betroffen. 

Parallel setze sich etwa in der Schafhaltung der Abwärtstrend der vergangenen Jahre fort. Der Brief ist unter anderem vom Sächsischen Schaft- und Ziegenzuchtverband, vom Landesjagdverband und Rinderzuchtverband des Freistaates unterzeichnet. (mit dpa)