Sächsische Vereine für Entwicklungszusammenarbeit können sich bei „genialsozial“ engagieren

Sächsische Vereine der Entwicklungszusammenarbeit können sich bis 01. Dezember bei sächsischen Schülerinnen und Schülern um eine Förderung ihrer Projekte bewerben! Mehr unter www.dresden-fernsehen.de . +++

Was eigenartig klingt, hat seit nunmehr fast neun Jahren Tradition in Sachsen. Von September bis Dezember haben sächsische Vereine und Institutionen, die sich in der Entwicklungszusammenarbeit engagieren, die Möglichkeit, einen Antrag zur Förderung ihrer Projektvorhaben bei „genialsozial – Deine Arbeit gegen Armut“ einzureichen. Das Besondere: nicht Experten entscheiden über die Förderung, sondern Schülerinnen und Schüler aus ganz Sachsen, die im Juli des folgenden Jahres auch gleich während des sachsenweiten Aktionstages die Gelder für die Förderung selbst erarbeiten.

Unter www.genialsozial.de finden sich in der Mediathek alle für die Antragstellung notwendigen Antragsformulare. Bis 1. Dezember können die Bewerbungen für „genialsozial“ abgegeben werden. In einem zweistufigen Antragsverfahren entscheiden die Schülerinnen und Schüler, nach einer ersten Sichtung der Anträge, auf der Jurytagung im Januar, welche Projekte sie mit den Geldern aus genialsozial 2013 unterstützen und fördern möchten.Wichtig ist dabei für die Schülerinnen und Schüler, dass sich mit den Projektvorhaben die Bildungs- und Lebensperspektiven junger Menschen in den Entwicklungsländern unserer Welt nachhaltig verbessern. Die engagierten Sachsen achten besonders darauf, dass die Projekte, langfristig angelegt, möglichst viele Menschen in der Region unterstützen. Um die erfolgreiche Umsetzung der Projekte in den fernen Regionen zu gewährleisten, bevorzugen die Schülerinnen und Schüler sächsische Initiativen, die mit langjährig bewährten, in den Regionen ansässigen Partnern arbeiten. Inhaltlich fundierte und mit Partnern und Bevölkerung vor Ort abgestimmte Anträge sind den Jugendlichen dabei genauso wichtig, wie die gute Präsentation des Vorhabens auf der Jurytagung.

Damit setzten die engagierten Jugendlichen ganz klare Akzente gegen den Vorwurf der „Null-Bock-Generation“, übernehmen so durch ihr solidarisches Handeln Verantwortung für die Gestaltung der Gesellschaft und unterstützen junge Menschen, die aus eigener Kraft ihre Zukunftschancen nicht verbessern können. Über 22.000 Schülerinnen und Schüler aus über 230 sächsischen Schulen werden zum Aktionstag von genialsozial im Juli 2013 die Schulbank gegen einen Arbeitsplatz tauschen. Freiwillig unterstützen die jungen Sachsen einen Tag lang bei Unternehmen, in Geschäften, bei Privatpersonen und Vereinen, um Tätigkeiten zu erledigen, die sonst gern im Alltag liegen bleiben. Neben einem Einblick in verschiedene Berufsfelder wollen die Schüler dafür einen kleinen Stundenlohn erhalten – aber nicht für sich selbst! Mit dem erarbeiteten Geld fördern die engagierten Jugendlichen neben vielen Projekten in Sachsen auch die Projekte der Entwicklungszusammenarbeit, die sie selbst auf der Jurytagung ausgewählt haben.

Hintergrundinformationen zum Sozialen Tag
Unter dem Motto „genialsozial“ können Schüler während des neunten Aktionstages „genialsozial“ am 09. Juli 2013 in Betrieben, Geschäften, Vereinen, in privaten Haushalten oder öffentlichen Einrichtungen gegen Entgelt für einen gemeinnützigen Zweck arbeiten. Außerdem können die Schüler mit 30% des Geldes ein eigenes soziales Projekt in der eigenen Schule oder im Schulumfeld initiieren oder unterstützen. Beim achten Aktionstag in Sachsen im vergangenen Schuljahr hatten sich 240 Schulen angemeldet. Etwa 22.500 Schüler erarbeiteten 400.000 Euro für Entwicklungsprojekte in Indien, Guyana und Tansania und 170 soziale Projekte in Sachsen. Die Idee des Aktionstages entstand 1964 in Norwegen unter dem Titel Operasjon Dagsverk (Aktion Tageslohn), um damit junge Menschen in Entwicklungsländern zu unterstützen. „genialsozial“ ist eine Aktion der Sächsischen Jugendstiftung.

Quelle: genialsozial

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