Sächsische Weinernte 2010 fällt geringer aus als 2009

Im Weinanbaugebiet Sachsen konnte auch 2010 nur eine geringe Weinerntemenge erzielt werden. Mit 12.600 Hektolitern wurde zwar gut ein Viertel mehr Wein geerntet als 2009, jedoch entspricht dies nur etwa zwei Dritteln des Durchschnitts der letzten 10 Jahre.

Bundesweit verringerte sich die Weinerntemenge gegenüber 2009 um rund 25 Prozent.
Eine wesentliche Ursache für die hohen Verluste waren Schäden durch lang anhaltende und strenge Winterfröste in den vergangenen 2 Jahren.

Hinzu kamen hohe Niederschlagsmengen vor allem im August, wodurch es an vielen Trauben zu Fäulnis kam. Betroffen waren nahezu alle Rebsorten und Weinlagen. Die weiße Rebsorte Traminer sowie die roten Rebsorten Dornfelder und Spätburgunder wurden besonders geschädigt. Hier ist etwa nur halb so viel geerntet worden wie im vergangenen 10-Jahres-Durchschnitt. Die Sorte Regent war die einzige Rebsorte, deren Erntemenge über dem Durchschnitt der letzten Jahre lag.

Die Qualität des Jahrgangs war insgesamt gut, auch wenn der Wein dieses Mal kein Spitzenjahrgang ist. Lediglich 21,9 Prozent des Weines konnten der höchsten Qualitätsstufe Prädikatswein (z. B. Kabinett, Spätlese, Auslese) zugeordnet werden und 74,9 Prozent dem Qualitätswein. Im Jahr 2009, einem qualitätsmäßig sehr gutem Jahr, war das Verhältnis umgekehrt. Auch das Mostgewicht von durchschnittlich 77 Grad Oechsle lag 2010 unter dem Wert des Vorjahres (89 Grad Oechsle).