Sächsische Wirtschaft erholt sich langsam von der Krise

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Sachsen stieg 2010 nach ersten vorläufigen Berechnungen preisbereinigt um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit erreichte das sächsische BIP ein Volumen von 95 Mrd. € und wuchs in jeweiligen Preisen um 2,4 Prozent gegenüber 2009. Der Einbruch im Jahr 2009 fiel in Sachsen mit einem realen Rückgang des BIP um 3,4 Prozent (Deutschland -4,7 Prozent) etwas milder aus als in den meisten anderen Ländern.

Auch der reale Anstieg des BIP 2010 blieb in Sachsen unter dem Bundesergebnis mit einem Wachstum um 3,6 Prozent. Überdurchschnittliche Zuwächse des realen BIP verzeichneten mit 3,9 Prozent die alten Länder ohne Berlin, während für die fünf neuen Länder ein Wachstum um 2,0 Prozent ermittelt wurde.

Alle Länder konnten 2010 reale Zuwächse erreichen, die Wachstumsraten bewegten sich zwischen 0,3 und 5,5 Prozent. Nach dem erheblichen Einbruch 2009 verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe 2010 in Sachsen ein preisbereinigtes Wachstum der Bruttowertschöpfung (BWS) um 9,8 Prozent. Damit erhöhte sich auch der Anteil dieses Bereichs an der gesamten Wertschöpfung wieder und betrug 2010 knapp 18 Prozent. Die BWS im Produzierenden Gewerbe stieg 2010 preisbereinigt um 6,1 Prozent.

Neben der positiven Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe wurde in diesem Bereich eine Verringerung der BWS im Baugewerbe um knapp ein Prozent festgestellt. Einen realen Rückgang der BWS gab es mit -1,5 Prozent auch in der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei. Im Dienstleistungssektor verzeichneten die Bereiche Handel, Gastgewerbe und Verkehr sowie Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister preisbereinigte Zuwächse um 1,8 bzw. 1,1 Prozent. Die BWS im Bereich der öffentlichen und privaten Dienstleister veränderte sich nahezu nicht.