Sächsische Wirtschaft exportierte 2010 so viel wie nie

„Produkte ’Made in Saxony’ und sächsisches Know-how sind international gefragt wie nie“, kommentiert Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) die Rekordmeldung zu Sachsens Exporten.

Der Freistaat hat nach Angaben des Statistischen Landesamtes im Jahr 2010 Waren im Wert von 24,9 Milliarden Euro ausgeführt und damit nicht nur 28 Prozent mehr als 2009, sondern auch sechs Prozent mehr gegenüber dem bisher erfolgreichsten Jahr 2007.

Die enorme Steigerung der sächsischen Ausfuhren nach China um 71 Prozent hat das Reich der Mitte an die Spitze der sächsischen  Exportrangliste katapultiert.  „Sachsen hat Asien im Blick“, so Morlok. „Das spiegelt den bundesdeutschen Trend wider und zeigt, dass sich die mittelständischen Unternehmen im Freistaat neuen Wachstumsmärkten öffnen, sich damit großen Herausforderungen stellen und sie auch bewältigen.“

Für die sächsische Kraftfahrzeug- und Maschinenbauindustrie war der chinesische Markt bereits in den vergangenen Jahren von großer Bedeutung. Doch China wird für die sächsische Wirtschaft zunehmend auch in anderen Branchen interessant: Chinas Wirtschaft soll innovativer und nachhaltiger wachsen, die Bedeutung von Themen wie Abfall- und Abwasseraufbereitung und -entsorgung nimmt zu.

In den kommenden Jahren sieht China umfassende Investitionen zum Ausbau der Umweltinfrastruktur vor, sächsische Unternehmen können davon profitieren. Vor diesem Hintergrund plant Minister Morlok unter anderem die Leitung einer Unternehmerdelegationsreise in die sächsische Partnerprovinz Hubei (Juni 2011) mit dem Schwerpunkt Umwelttechnik.

Die USA, Sachsens Nachbarn Polen und Tschechien sowie die anderen EU-Mitgliedsstaaten bleiben weiterhin wichtige Handelspartner für die sächsische Wirtschaft. Auch Russland hat mit einer Steigerung der sächsischen Exporte von fast 40 Prozent wieder Anschluss gefunden.

„Mit Hilfe der neuen Mittelstandsrichtlinie, einer Verdoppelung der Außenwirtschaftsförderung auf über 5,1 Millionen Euro in diesem Jahr, Messeauftritten, Unternehmerreisen und weiteren zahlreichen Angeboten der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH,  der Kammern und Verbände unterstützen wir die weitere Internationalisierung der sächsischen Wirtschaft. Trotz der guten Zahlen muss es unser Ziel bleiben, noch mehr Unternehmen in den Export zu führen und damit Wachstum und Beschäftigung in Sachsen auf breiter Basis zu sichern.“