Sächsischen Beamten wird Weihnachtsgeld gestrichen

In Dresden gingen am Dienstag mehrere hundert sächsische Beamte aus Protest über die Streichung des Weihnachtsgeldes auf die Straße. +++

Medienberichten zufolge, forderten die Demonstranten die CDU/FDP- Koalition auf, den Wegfall der Sonderzahlungen rückgängig zu machen. Zur Kundgebung aufgerufen hatten neben der Gewerkschaft der Polizei  auch der
Beamtenbund und der DGB.

Mit der Streichung der Sonderzahlungen für Beamte will der Freistatt jährlich 23 Millionen Euro einsparen. Beamte des Bundes erhalten dagegen im kommenden Jahr sogar 30 Prozent mehr  an Weihnachtsgeld.

Zu den Protesten erklärte der innenpolitische Sprecher der Linken im sächsischen Landtag, Rico Gebhardt :  „Kein CDU- oder FDP-Abgeordneter wäre bereit, sein
Jahreseinkommen mal eben um vier Prozent zu kürzen.“ Im Landtag brachten die Linken einen Antrag ein, der die Streichung des Weihnachtsgeldes schon im kommenden Jahr wieder aufheben soll. „Angesichts  von Steuereinnahmen in Milliardenhöhe gibt es für dieses einseitige Opfer keinerlei Rechtfertigung“, so Gebhardt.

Anders sieht die FDP die Forderungen der Beamten. Holger Zastrow, FDP-Partei -und Fraktionschef erklärte dazu: „Im Gegensatz zu den Beschäftigten in der Privatwirtschaft genießen  Beamte den großen Vorteil , dass ihre Jobs einerseits absolut sicher sind und sie
andererseits regelmäßig in den Genuss ordentlicher Gehaltssteigerungen
kommen“. Zastrow bezeichnete die Proteste als Klagen auf hohem Niveau.

Erst im April diese Jahres wurde im Rahmen der Tarifeinigung für Beschäftigte der Länder das Einkommen der sächsischen Beamten um 1,5 Prozent erhöht. Auch gab es eine Einmalzahlung von 360 Euro. Zum 1. Januar 2012 steht zudem eine weitere Lohnerhöhung um 1,9 Prozent an.

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