Sächsischer Arbeitsmarkt entwickelt sich trotz Winterschwäche positiv

Zwar stieg im Januar die Zahl der Arbeitslosen leicht an, liegt aber mit über 30.000 in Sachsen noch unter dem Vorjahresniveau. Anfang 2012 verloren etwa 4.000 Leipziger ihren Job, was im Winter aber auch leider üblich ist. +++

Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen ist laut Bericht der Bundesagentur für Arbeit allein den winterlichen Temperaturen geschuldet. Eine Zunahme der Arbeitslosenzahlen im Januar sei durchaus üblich. Viele Arbeiten, zum Beispiel im Außenbereich, können bei diesem Wetter nicht in vollem Umfang ausgeführt werden und führt in diesem Bereich zu vermehrten Arbeitslosenzahlen.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt aber konstant auf einem stabilen Niveau. Im Januar wurden in den zehn sächsischen Arbeitsagenturen ingesamt 7.196 Arbeitsstellen gemeldet.

„Die Auftragslage der sächsischen Betriebe befindet sich auf einem stabilen Niveau. Damit
sind  die  Chancen,  Arbeitslosigkeit  zu  beenden  und  einen  neuen  Job  aufzunehmen,  gut.
Ein Großteil der freien Stellen – 86 Prozent – sind sofort zu besetzen.“, sagte  Jutta  Cordt,  Vorsitzende  der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Im Trend für 2012 zeigt sich aber, dass sich die positiven Erwartungen leicht abschwächen werden. Im Jahresdurchschnitt rechnet die Bundesregierung mit einer Zuwachsrate des Bruttoinlandproduktes von 0,7 Prozent.

„Die für den Arbeitsmarkt wichtigen Indikatoren zeigen einen weiter positiven Trend, wenn auch nicht mehr so kräftig wie im Jahr 2011. Das Forschungsinstitut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung rechnet in 2012 mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit. Bei stabiler Konjunktur wird auch die  Beschäftigung  leicht  ansteigen,  allerdings  nicht  mehr  so  kräftig  wie  2011.  Deshalb erwarte auch ich in diesem Jahr einen weiter stabilen Arbeitsmarkt“, so Cordt.