Sächsischer Arbeitsmarkt stabil

Chemnitz (dapd-lsc). Der sächsische Arbeitsmarkt profitiert weiter von einer positiven Wirtschaftsentwicklung im Freistaat.

Trotz Ausbildungs- und Schuljahresende nahm die Zahl der Arbeitslosen im Juli nur um 325 zu, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Chemnitz mitteilte. Damit betrug die Arbeitslosenquote wie im Juni 10,3 Prozent.

Insgesamt waren den Angaben zufolge ende Juli offiziell 219.547 Menschen ohne Job. Das waren 26.303 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Quote betrug damals 11,5 Prozent.

Agenturchefin Jutta Cordt sagte, die Arbeitskräfte-Nachfrage liege „auf einem sehr hohen Niveau“. Seit Jahresbeginn hätten die Betriebe mehr als 67.000 Stellen gemeldet. Dies seien rund 6.600 Stellen beziehungsweise 10,9 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Im Juli kamen die meisten Angebote aus den Bereichen Zeitarbeit, Verkehr und Lagerwirtschaft sowie verarbeitendes Gewerbe.

Anteilig fanden mehr Männer als Frauen einen Job. Die Arbeitslosigkeit bei Männern ging den Angaben zufolge im Juli um 11,5 Prozent, die der Frauen um 9,9 Prozent zurück.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm laut Regionaldirektion weiter zu. Nach ersten Hochrechnungen seien im Mai 1,433 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen, rund 29.500 mehr als vor einem Jahr. Damit seien die Verluste durch die Krise wieder aufgeholt worden. Jedoch habe die Vollzeitbeschäftigung das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht.

Für August rechnet die Agenturchefin nur mit einer geringen Veränderung der Arbeitslosenzahl. „Wir werden das Niveau der Arbeitslosigkeit in etwa behalten“, sagte Cordt.

Nach Direktionsbezirken liegt Chemnitz mit einer Arbeitslosenquote von 9,3 Prozent (Juni: 9,4) vorn. In Dresden beträgt die Quote 10,1 (Juni: 10,0) und in Leipzig 12,1 Prozent (Juni: 12,0). Unter den zehn sächsischen Agenturbezirken weist aktuell Pirna mit 8,9 Prozent (Juni: 9,1) die niedrigste Quote auf, gefolgt von Annaberg-Buchholz und Zwickau mit je 9,0 Prozent (Juni: 8,9 beziehungsweise 9,1).

Schlusslicht ist wiederum der Agenturbezirk Leipzig mit einem Anstieg im Monatsvergleich von 12,3 auf 12,4 Prozent. Vor einem Jahr hatte Dresden mit 10,7 Prozent die niedrigste und Leipzig mit 13,4 Prozent die höchste Quote.

dapd