Sächsischer Zugverkehr teilweise lahmgelegt

Leipzig – Ausgefallene Züge und Verspätete Abfahrten. Der Montagmorgen hatte es in sich. Weil bundesweit an zwölf Orten Kabelschächte an Bahnanlagen angebrannt wurden, musste der Bahnverkehr teilweise lahmgelegt werden, unter Anderem in Leipzig.

Der Erste Polizeihauptkommissar Christian Meinhold sagte, dass die Polizei gegen 2:40 Uhr die ersten Hinweise bekam. Der Einsatz dauert einige Stunden, da die Polizeim teilweise auch Brände löschen musste.
Rund um Leipzig kam es in der Nacht zu vier Brandanschlägen an Bahnanlagen der Deutschen Bahn. Am frühen Morgen war deshalb der Schienenverkehr extrem eingeschränkt. In Dresden war sogar der Zugverkehr zeitweise komplett eingestellt. Aufgrund der Schäden kam es zu Störungen in den elektronischen Stellwerken am Dresdner Hauptbahnhof und am Bahnhof Neustadt.
Die Fahrgäste in Dresden und Leipzig sahen das aber gelassen.

Am Vormittag tauchte dann ein Bekennerschreiben der sich selbst nennenden Gruppe „Shutdown G20 – Hamburg vom Netz nehmen“ auf. Wie im Vorhin bereits angenommen, richtete sich die bundesweit koordinierte Protestaktion gegen den am 7. und 8. Juli stattfindenden G20-Gipfel in Hamburg.

Meinhold sagte, dass das eine kriminelle Energie ist, die große Auswirkungen auf den öffentlichen Sektor hat.

Durch den Brandanschlag in Leipzig wurden auch Übertragungsleitungen  vom Telefon- und Internetanbieter Primamcom beschädigt. Der telefonische Kundenservice ist deshalb am Montag nicht erreichbar.

Weitere Brandanschläge fanden in Berlin, Hamburg, Köln, Dortmund und Bad Bevensen in Niedersachsen statt. Die Verspätungen und Störungen an allen betroffenen Bahnhöfen werden vermutlich den gesamten Montag noch andauern.