Sächsisches Pro-Kopf-Einkommen deutlich unter Bundesdurchschnitt

15 881 Euro verfügbares Einkommen standen im Jahr 2009 durchschnittlich jedem Einwohner in Sachsen für Konsum und Sparen zur Verfügung – das sind 3 102 Euro unter dem Bundeswert. +++

Dieser Pro-Kopf-Wert stieg gegenüber dem Jahr 2008 um 1,4 Prozent bzw. 226 € an. Gemessen am Bundesdurchschnitt betrug das sächsische Pro-Kopf-Einkommen 84 Prozent – es lag also um 3 102 € unter dem Bundeswert von 18 983 €.
 
Im Vergleich zu den fünf neuen Ländern verfügte jeder Sachse über 104 € mehr im Jahr. Das verfügbare Einkommen je Einwohner für Deutschland ging 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 133 € oder 0,7 Prozent zurück.
Etwas deutlicher fiel der Rückgang des Pro-Kopf-Wertes mit -1,1 Prozent in den alten Ländern (ohne Berlin) aus. Im Schnitt der fünf neuen Länder stieg das verfügbare Einkommen um 1,6 Prozent je Einwohner.2009 betrug das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte in Sachsen reichlich 66 Milliarden €. Im Vergleich zum Vorjahr stieg es um 0,8 Prozent.

Maßgebliche Einflüsse für diese Entwicklung kamen einerseits aus dem Rückgang des Primäreinkommens um 1,6 Prozent und andererseits aus den um 7,2 Prozent gestiegenen monetären Sozialleistungen (z. B. empfangene Leistungen bei Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit). Im Bundesdurchschnitt ging das verfügbare Einkommen um ein Prozent zurück. In den fünf neuen Ländern zusammen verlief die Entwicklung wie in Sachsen, in den alten Ländern (ohne Berlin) sank es um 1,4 Prozent.

Eine ostdeutsche Besonderheit zeigt nach wie vor die Zusammensetzung des Primäreinkommens. Während der Anteil des Arbeitnehmerentgelts 2009 sowohl in Sachsen als auch in den fünf neuen Ländern fast 78 Prozent betrug, nahm er für Deutschland insgesamt 68 Prozent ein. Ursache dafür sind wesentlich niedrigere Vermögenseinkommen in den neuen Ländern.

Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

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