Sächsisches Staatsarchiv übernimmt „10 Jahre Ur-Krostitzer Jahresring“ / Auftakt der 11. Runde

Medieninformation Sächsisches Staatsarchiv übernimmt Bestand des Wettbewerbs „Ur-KrostitzerJahresring“ Mitteldeutscher Historikerpreis geht in die elfte Runde / Insgesamt 5.000Euro Preisgeld zu gewinnen Über 1000 Forschungsarbeiten zur mitteldeutschen Geschichte hat die Jury desUr-Krostitzer Jahresrings in den letzten zehn Jahren gesichtet und prämiert.Bisher lagerten die Arbeiten in der Brauerei. Heute wurde eine Auswahl vonihnen ins Sächsische Staatsarchiv, Abteilung Staatsarchiv Leipzig, zurdauerhaften Verwahrung übernommen. Die feierliche Übergabe kennzeichnetegleichzeitig den Start der elften Ausgabe des mit insgesamt 5.000 Eurodotierten mitteldeutschen Historikerpreises. Bis 15. August können sichFreizeithistoriker jenseits der Profession mit ihren wissenschaftlichenArbeiten bewerben. Thematisch sind die Geschichtsschreiber frei, geografischmüssen sie sich auf die drei mitteldeutschen Bundesländer beziehen. „Die Forschungsarbeiten zur mitteldeutschen Geschichte aus dem Ur-KrostitzerJahresring ergänzen in idealer Weise die Bestände unseres Archivs, die bisins Mittelalter zurück reichen“, sagt Dr. Volker Jäger, Abteilungsleiterdes Sächsischen Staatsarchivs. „Von den mehr als 1000 eingereichten Arbeitenwird eine Auswahl übernommen, katalogisiert und für die öffentlicheBenutzung zur Verfügung gestellt.“ Einen Beitrag zur Pflege der Regionalgeschichte leistet die KrostitzerBrauerei seit zehn Jahren mit dem Ur-Krostitzer Jahresring. „Unter dem Motto‚Zukunft braucht Herkunft‘ feiern wir in diesem Jahr den 480. Geburtstagunserer Brauerei, Tradition wird bei uns also tagtäglich gelebt“, erklärtBrauereichef Wolfgang Welter. „Dabei steht nicht nur die Pflege der eigenenGeschichte sondern auch die der gesamten mitteldeutschen Region im Fokus.Mit dem Ur-Krostitzer Jahresring, der seit seinem Start 2004 hervorragendangenommen wird, ist uns das gelungen. Ich freue mich für unsereHobbyhistoriker, dass ihre Arbeiten zukünftig sicher im Staatsarchiv Leipziglagern und damit die verdiente Aufmerksamkeit und Nutzbarkeit erhalten. Diesist eine tolle Wertschätzung ihrer historischen Leistung.“ Dass nicht alleArbeiten an das Staatsarchiv übergeben werden, liegt unter anderem an derRücksendung vieler Arbeiten auf Wunsch der Teilnehmer. Start des 11. Ur-Krostitzer JahresringsDie Modalitäten der elften Ausgabe des Ur-Krostitzer Jahresrings 2014gleichen denen der Vorjahre: 1.500 Euro erhält der Gesamtsieger, dessenArbeit unter allen Einsendungen besonders heraussticht. Ihm wird darüberhinaus der „Ur-Krostitzer Jahresring 2013“ verliehen – eine massiv goldeneNachbildung des Ringes, den Schwedenkönig Gustav II. Adolf dem KrostitzerBrauereimeister 1631 als Dank für den „wohlschmeckenden Labetrunk“ schenkte.3.000 Euro teilen sich die Gewinner von sechs Themenkategorien, die die Juryanhand der Einsendungen festlegt. Kategorien der letzten Jahre waren zumBeispiel „Industriegeschichte“, „Dokumentation“, „Zeitgeschichte“ oder„Biografie“. Sie ermöglichen es, thematisch sehr verschiedene Arbeitenbesser vergleichen zu können und somit mehr Hobbyhistoriker für ihreLeistung auszuzeichnen. Für Teilnehmer ab 16 Jahren lobt die KrostitzerBrauerei einen mit 500 Euro dotierten Jugendsonderpreis aus. Die JuryMitglieder der Jury sind Brauereichef Wolfgang Welter und Maik Reichel,ehemaliger Museumsdirektor vom Schloss Lützen und jetziger Direktor derLandeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt. Bei der Schlacht vonLützen, einer der Hauptschlachten des Dreißigjährigen Krieges, starb derschwedische König Gustav II. Adolf 1632. Den Juryvorsitz hat ProfessorManfred Straube inne. Er war bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1995unter anderem Dekan der Philosophischen Fakultät an der PädagogischenHochschule sowie gewählter Direktor der Sektion Geschichte der UniversitätLeipzig. Jetzt bewerben!Freizeithistoriker reichen ihre Bewerbung bis zum 15. August 2014 bei derRadeberger Gruppe KG, c/o Krostitzer Brauerei, Brauereistraße 12 in 04509Krostitz, Stichwort „Ur-Krostitzer Jahresring“, ein. Die Unterlagen müsseneine komplette maschinengeschriebene Ausarbeitung des Forschungsprojektes,wenn vorhanden eine Bildauswahl (wahlweise digital oder analog) sowie einenkurzen Lebenslauf enthalten. Da das Material bei der Brauerei verbleibt,sollten keine Originale zugesendet werden. Alternativ ist die Bewerbung perE-Mail an jahresring@ur-krostitzer.de möglich. Die Einsendungen solltennicht älter als fünf Jahre sein. Die Preisverleihung findet voraussichtlichim Dezember dieses Jahres statt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Alle Informationen unter www.ur-krostitzer.de und in der Online-EnzyklopädieWikipedia unter dem Stichwort „Ur-Krostitzer Jahresring“. Hintergrund Staatsarchiv Leipzig: Das Staatsarchiv Leipzig ist zuständig für die Überlieferung von 40anbietungspflichtigen Stellen (überwiegend Behörden und Gerichte) imehemaligen Direktionsbezirk Leipzig. Insgesamt verwahrt es derzeit mehr als2.000 Archivbestände mit 22.266 laufenden Metern Akten, 96.406 Karten undPläne, 938.250 Fotos und vieles mehr. Ergänzend steht die Bibliothek mitfast 70.000 Medieneinheiten den Benutzern zur Verfügung, Schwerpunkte sinddie Regionalgeschichte und Familienforschung. Das Staatsarchiv Leipzig nahm 1954 seine Arbeit im Gebäude des früherenReichsgerichts auf. 1995 erhielt es einen modernen Zweckbau inLeipzig-Paunsdorf mit klimatisierten Magazinen, Werkstätten und zweiLesesälen mit 48 Arbeitsplätzen. Seit 2005 ist das Staatsarchiv Leipzig eineAbteilung des Sächsischen Staatsarchivs mit weiteren Standorten in Dresden,Chemnitz und Freiberg. Krostitz, 29. April 2014