„SafeDD“ widmet sich Dresdens Drogenproblem

Dresden - Aufnahmen aus dem Jahr 2016 lassen erahnen: Der Wiener Platz in der Dresdner Innenstadt fällt immer wieder negativ auf. Kriminalität, einschließlich der Konsum von illegalen Substanzen in Hauptbahnhofnähe, verschafft der Polizei viel Arbeit. Das neue Projekt "SafeDD" - mobile Straßensozialarbeit für Erwachsene, sieht Handlungsbedarf in der Landeshauptstadt. Mit dem Ziel, ein konfliktfreies Miteinander auf Dresdens Straßen zu erreichen, arbeiten die Sozialarbeiter seit Anfang Februar auf Hochtouren. 

Mit weiteren Regionen ist beispielsweise der Amalie-Dietrich-Platz in Gorbitz gemeint - auch hier konsumieren Menschen Alkohol und andere Drogen. Suchthilfekoordinatorin des Dresdner Gesundheitsamtes Kristin Ferse beantwortet die Frage, wie schlimm es um die Suchtproblematik in Dresden tatsächlich steht. Entgegen vieler Medienberichte ist die synthetische Droge Crystal Meth dabei nicht das Hauptproblem. Das Büro der Beratungsstelle "SafeDD" befindet sich auf der St.-Petersburger-Straße in der Innenstadt. In den neu entstandenen Räumen sollen Menschen mit Suchtproblematiken eine Anlaufstelle finden. Eine Suchterkrankungbringt jedoch nicht nur körperliche Probleme mit sich, auch der soziale Ursprung der Abhängigkeit muss individuell ergründet werden. Bis nächstes Jahr steht die Projektfinanzierung von Stadt und Land. Bis dahin soll durch Evaluierung überprüft werden, wie vielen Menschen tatsächlich geholfen werden konnte. Für die Sozialarbeiter geht es neben der Effektivität der Hilfe vor allem um die vielfältigen Schicksale auf den Straßen. Heidi Hemmann und ihr achtköpfiges Team werden in der nächsten Zeit erste Kontakte mit hilfsbedürftigen Dresdnern knüpfen. Sie erhoffen sich eine hohe Resonanz auf ihr Angebot.