Safer Internet Day am 8. Februar ruft Schulen zum sicheren Umgang mit neuen Medien auf

Neue Medien sind nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Das Internet bietet viele Lernmöglichkeiten und sichert eine schnelle, sichere Kommunikation zu jeder Zeit über große Entfernungen hinweg. „Der rasante technische Fortschritt bei den neuen Medien bietet aber nicht nur Chancen, sondern birgt auch Gefahren“, machte Kultusminister Roland Wöller anlässlich des „Safer Internet Day“ am 8. Februar 2011 deutlich.

Um so wichtiger sei ein effektiver Medienschutz für Kinder und Jugendliche. „Die Medienkompetenz hat im sächsischen Lehrplan einen festen Platz, denn die Schüler müssen frühzeitig einen kompetenten und kritischen Umgang mit dem Internet erlernen können“, so Wöller. Das schütze vor Gefahren, schule die sichere Nutzung und schaffe beste Voraussetzungen für den späteren Berufseinstieg. Vor allem mit Blick auf die schnelle Ausbreitung von Handy und Internet in allen Bereichen der Gesellschaft verdeutlicht, dass die Medienkompetenz die entscheidende Grundlage für lebenslanges Lernen ist.

Die Potenziale und Gefahren des Internets sind unter anderem Bestandteil im Fach Informatik. Darüber hinaus erfolgt die Arbeit mit Medien fächerübergreifend. Zu Fragen des Datenschutzes stehen den Schulen die Datenschutzbeauftragten zur Verfügung. Einen weiteren Anreiz für Schüler und Lehrer sich mit Neuen Medien kritisch im Unterricht auseinanderzusetzen, bieten zahlreiche Wettbewerbe im Medienbereich. Dazu zählen beispielweise der Medienpädagogische Preis des Sächsischen Staatsministerium für Kultus und Sport und der Sächsischen Landesmedienanstalt. Auch die Sächsischen Schulkinowochen in Verbindung mit dem Schülerwettbewerb „make a video“ zählen dazu. Die Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanälen (SAEK) unterstützen die Schulen ebenfalls bei der Planung und Durchführung von Medienprojekten.

Kultusminister Roland Wöller machte aber auch deutlich, dass neben der Schule hier besonders auch die Eltern in der Verantwortung stehen. „Eltern dürfen das Internet und den Fernseher nicht als Parkplatz für Ihre Kinder betrachten. Sie müssen hinsehen, Interesse zeigen und ihre Kinder darüber aufklären, was passieren kann, wenn sie private Daten in Chatrooms, Social Networks und Communities preis geben.“ Außerdem sei es hilfreich, wenn Eltern ihren Kindern einen gesunden Umgang mit den Medien vorleben und den Alltag in der Realität attraktiv gestalten. „Eltern sind Vorbilder ihrer Kinder. Wenn sie lesen, Sport an der frischen Luft treiben und sich mit Freunden treffen statt nur virtuell zu chatten, dann hat das auch positive Auswirkungen auf das Verhalten der Kinder.“

Für die konkrete Nutzung von Medien im Fachunterricht bietet Sachsen auch die Fortbildung „Intel® Lehren – Interaktiv“ an, in der sich die Lehrkräfte einer Schule gezielt über die Möglichkeiten der Nutzung von Medien in ihrem Fach fortbilden können. Ein Vorteil dieser Fortbildung besteht in der Organisationsstruktur. So haben die Schulen direkte Unterstützung vor Ort durch die Leiter der Medienpädagogischen Zentren, die gleichzeitig als Regionalmentoren in diese Fortbildung integriert sind.