Saigerhütte: Heiße Spur entdeckt

Archäologen sind im Stadtpark von Chemnitz einer Sensation auf der Spur.

Im Bereich der Beckerstraße suchen sie derzeit nach Überresten der bekannten historischen Saigerhütte. Diese Hütte, in der aus kupferhaltigen Erzen Kupfer und Silber erschmolzen wurde, stammt aus dem 15. bis 16. Jahrhundert.

Bereits Georgius Agricola, einst Bürgermeister der Stadt Chemnitz, erwähnte die Saigerhütte in seinem Werk „De Re Metallica“. Nach ausführlicher Recherchearbeit ist nun ein Team der Bergakademie Freiberg seit Beginn der vergangenen Woche auf Spurensuche.

Interview Prof. Helmuth Albrecht – TU Bergakademie Freiberg

Das beweisen nicht zuletzt die Funde, die hier während der Grabungszeit gemacht wurden.

In einer Tiefe von 3,50 bis 4,50 m stießen die Archäologen tatsächlich auf Fundstücke, die zwar nicht hundertprozentig den Standort der Saigerhütte hier beweisen, jedoch auf die unmittelbare Nähe hindeuten. Diese Funde wurden am Mittwoch zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert.

Interview Dr. Christiane Hemker – Landesamt für Archäologie Sachsen

Bis Freitag werden die Studenten der TU Bergakademie Freiberg nun noch unter der Leitung von Professor Albrecht im Stadtpark graben. Projektarbeit, die durch die finanzielle Unterstützung der
„Marianne und Frank-Michael Engel Stiftung“ durchgeführt wird.

Dann geht es an die detaillierte Auswertung der Funde unter denen sich unter anderem auch eine Silbermünze befindet. Ob die Grabungen nach der Saigerhütte im Stadtpark dann zu einem späteren Zeitpunkt an einem anderen Ort fortgesetzt werden, ist bis jetzt noch offen.

Die Arbeiten jetzt gaben den Wissenschaftlern aber zumindest Aufschluss über die Existenz einer solchen Saigerhütte wie sie Agricola einst beschrieb auf dem Gelände des Stadtparkes.

Ein wichtiger historischer Fakt, den es durch die Grabungen zu beweisen galt.

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