Saison gerettet: Dresdner Wasserballer erreichen Pokalfinalturnier

Das Team der SG Wasserball Dresden zeigte am vergangenen Wochenende Kampfgeist. Nach einer sonst eher schwachen Saison gewann das Team zwei von drei Spielen. Die Dresdner qualifizieren sich damit erstmalig im Final-Four-Turnier. +++

Wie man mit nur einer gelungenen Partie eine an sich verkorkste Saison geradebiegt, demonstrieren die Dresdner Wasserballer am Sonntagnachmittag in Berlin. Im Viertelfinale des Ostdeutschen Wasserballpokals schlagen die Sachsen die Berliner Zweitvertretung des SC Wedding überraschend mit 8:7. Damit qualifizieren sich die Dresdner für das erstmalig im ostdeutschen Pokal ausgetragene Final-Four-Turnier, bei dem mit den ungeschlagenen Plauenern, dem langjährigen Bundesligisten Brandenburg und den Tschechen aus Prag ein schwergewichtiges Teilnehmerfeld wartet. Als Zugabe sichert sich die SG Wasserball Dresden die erneute Teilnahme am Deutschen Wasserballpokal, der in den letzten Jahren so manchen attraktiven Gegner an die Elbe gelost hatte.

„Für uns heißt es jetzt natürlich noch mal Fahrt aufnehmen, um Anfang Juni top-fit ins Finalturnier zu gehen“, so der glückliche Coach Tino Ressel. „Vielleicht haben wir sogar die Chance, dieses Turnier in Dresden auszurichten und so mal wieder einen richtigen Leckerbissen zu präsentieren“. Wie auch immer, allein die Qualifikation für dieses Highlight lässt die Dresdner Wasserballer so manchen, in diesem Spieljahr aufgebauten Frust vergessen.

Denn auch das letzte Wochenende, an dem die SG Wasserball Dresden neben dem abschließenden Pokalspiel am Sonntag in Berlin noch zwei Partien der 2. Wasserballliga Ost zu absolvieren hatte, belegte die durchwachsene Form dieser Saison. Gewohnt chancenlos bei der freitäglichen 13:6 Niederlage in Plauen und mit großen Problemen am Samstag beim bis dato punktlosen Schlusslicht in Zwickau, untermauerten die Landeshauptstädter wieder mal ihre eklatante Abschlussschwäche.

Doch schon in Zwickau zeigte sich eine Qualität, die dann auch in Berlin zur Überraschung beitrug: der Team- und vor allem Kampfgeist. „Wir können uns viel vorwerfen, aber gekämpft haben wir – ob gegen Prag, Leipzig oder nun in Zwickau und Berlin – in den letzten Wochen immer!“, so Kapitän Erik Pflug. Schon im ungeliebten Zwickauer Kleinfeld belohnten sich die Gäste aus Dresden mit einen wertvollen 12:10-Auswärtssieg. „Dass wir uns dann auch noch den Finaleinzug in Berlin sichern, freut uns alle umso mehr. Vielleicht können wir dort auch mal wieder an die Leistungen der vergangenen Jahre anknüpfen!“

Getrübt wurde die Freude über das gelungene Wochenende durch die unglückliche Verletzung von Andre Garcon. Der Verteidiger musste nach Sehnenabriss im Finger operiert werden und fällt für mindesten 3 Monate aus.

SVV Plauen – SG Wasserball Dresden 13:6 (5:4, 2:0, 4:0, 2:2)
SV Zwickau – SG Wasserball Dresden 10:12 (4:2, 2:5, 2:2, 2:3)
SC Wedding II – SG Wasserball Dresden 7:8 (1:2, 3:2, 0:2, 3:2)

Quelle: SG Wasserball Dresden