Saloppe in Gefahr

Wohnen wie die Könige – am Elbhang direkt neben dem Schloß Albrechtsberg. Ein Traum – der sogar bezahlbar zu sein scheint – für gerade mal 665 Tausend Euro will die Stadt ein fast 12.000 Quadratmeter großes Grundstück an private Investoren verkaufen. Die wollen dort exklusive Wohnhäuser errichten – für exklusive Bewohner.

Der Bebauung des Elbhanges fiele nicht nur ein großes Waldstück, sondern auch die älteste Schankwirtschaft Dresdens, die Saloppe, zum Opfer – und damit ein beliebtes Freizeitziel für Dresdner und Besucher. 
Besonders beliebt – die dienstagabendlichen After Work – Partys.
Der Verkauf des Grundstücks wird allerdings erst wirksam, wenn eine Baugenehmigung vorliegt – ob die Investoren die bekommen, sei äußerst fraglich. Den Beschluß, das Grundstück zu verkaufen, gibt es bereits seit 1994. Der Betreiber der Saloppe sieht die Stadt in der Pflicht – das Gelände für die Öffentlichkeit zu erhalten. Noch bis September 2010 hat der Investor – die „Brockhausstraße GmbH“ – Zeit, alle nötigen Genehmigungen einzuholen, um im Denkmalschutzgebiet „Loschwitzer Hänge“ ihre Luxusvillen zu errichten. Obwohl das Projekt unter vielen Stadträten umstritten ist, hatte sich der Finanzausschuß des Stadtrates mit deutlicher Mehrheit für den Verkauf ausgesprochen. Viele Dresdner stehen allerdings der zunehmenden Privatisierung des Elbhanges kritisch gegenüber. Sie hoffen, daß der Kauf nach Ablauf der 3jährigen Frist nicht zustande kommt.