„Salute Organon“ – in viele Gesichter geschaut

Organspende hat viele Gesichter, lernen Sie diese kennen! „Salute Organon“, so heißt eine eindrucksvolle Videoperformance, die dazu einlädt, Geschichten von Betroffenen und Spendern kennenzulernen.+++

 Der Dialyseverband Sachsen e.V. (DSV), der Verein Herz – Lungen- Transplantierter Leipzig e.V. (HLTX) und die BARMER GEK in Sachsen holen, vom 16. bis 18. Januar 2014, eine ungewöhnliche Ausstellung in die Schaubühne Lindenfels nach Leipzig.

„Salute Organon“, so heißt eine eindrucksvolle Videoperformance, die dazu einlädt, Geschichten von Betroffenen und Spendern kennenzulernen. Gleichzeitig gibt diese Ausstellung genug Raum für Diskussion, soll aber genauso anregen über die eigene Einstellung zum Thema nachzudenken. Mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl Was ist Hirntod und wie stellt man ihn fest? Wie gehen Organempfänger mit diesem nicht selbstverständlichen Geschenk um und was passiert mit den Hinterbliebenen?

„Organspende ist ein sensibles Thema, das mit Augenmaß und mit Fingerspitzengefühl behandelt werden muss. Es ist mit großen Berührungsängsten und Unsicherheiten bei den Menschen verbunden“, sagt Paul-Friedrich Loose, Landesgeschäftsführer der BARMER GEK in Sachsen. Muss man sich doch mit dem eigenen Tod auseinandersetzen und die Frage stellen: Würde ich ein Spenderorgan ablehnen, wenn mein eigenes Überleben, beispielsweise nach einem Unfall, davon abhängt? „Der Beantwortung gehen viele Menschen erfahrungsgemäß gern aus dem Weg“, sagt Annegret Bresch vom DSV. „Es ist leichter eine Entscheidung über einen neuen Stromanbieter oder den Ausbildungsweg der eigenen Kinder zu treffen, als über die eigenen Organe“, so Bresch.

Diese Ausstellung berührt, informiert und regt Diskussionen an. Entscheidungen kann ein Mensch nur treffen, wenn er informiert ist, darüber sind sich alle Beteiligten einig. Wer nicht informiert ist überlässt die Entscheidung Anderen.

Hintergrundinformation zur Ausstellung
Unter der Regie der Filmkünstler Carsten Ludwig und Rene Liebert entstand die Umsetzung des Themas als Performance mit künstlerischen und dokumentarischen Mitteln. Sie versuchen in ihrem Werk alle Seiten zu betrachten sowohl Befürworter als au ch Bedenkenträger, Organempfänger und Organisatoren. Sie alle kommen zu Wort. Beiden Künstler widmen sich dem Thema Organspende in ausgesprochen authentischer und emotional sehr ansprechender Form. Organspende wird durch diesen Beitrag für die Menschen fassbarer. Carsten Ludwig u nd Rene Liebert schufen einen Film, der unvoreingenommen und wertungsfrei der Organspende Gesichter verleiht. Die Veranstaltung wird gefördert durch die BARMER GEK und das Sächsische Staatsministerium für Familie, Gesundheit und Soziales.

Quelle: BARMER GEK / Dialyseverband Sachsen e.V.