Sanierung der Albertbrücke läuft planmäßig

Der allgemeine Zustand der Brücke hat sich nach dem Rückbau der alten Straßenanlage besser gezeigt als das äußerer Erscheinungsbild vermuten lies. Geplant ist es, im Sommer 2015 die Fahrtrichtung in die Neustadt freizugeben. +++

Die Arbeiten an der Albertbrücke und den angrenzenden Verkehrsanlagen sind planmäßig fortgeschritten. Der nächste wichtige Zwischentermin im Sommer 2015 kann aus heutiger Sicht eingehalten werden. Dann sollen die Arbeiten auf der Oberstromseite abgeschlossen sein. Die Straßenbahn könnte dann auf einem neuen Gleis geführt werden. Zusätzlich könnte die Brücke auch wieder in Fahrtrichtung Neustadt für den Kfz-Verkehr freigegeben werden.

Da in den nächsten Monaten temperaturabhängige Arbeiten, wie die Betonagen der Tragplatte anstehen, hängt der weitere Baufortschritt wesentlich vom Wetter der Wintermonate ab. Hier kann es witterungsbedingt zu Verzögerungen kommen, die aktuell nicht abschätzbar sind.

Der allgemeine Zustand der Brücke hat sich nach dem Rückbau der alten Straßenanlage besser gezeigt als das äußerer Erscheinungsbild vermuten lies. Durch die gute Zusammenarbeit zwischen Bauherr, Bauoberleitung, Bauüberwachung und Arbeitsgemeinschaft Albertbrücke Hentschke Bau GmbH/Sersa GmbH konnte mehr Altsubstanz erhalten bleiben als ursprünglich geplant. Auch während der Bauarbeiten erfolgen weiterhin in regelmäßigen Abständen Sonderprüfungen und Bestandsvermessungen am Bauwerk.

Der unterirdische Bauraum in den angrenzenden Plätzen erwies sich in manchen Bereichen als „Überraschungsei“. So wurden am Sachsenplatz Kellergewölbe entdeckt, welche nicht in den Bestandsplänen verzeichnet waren und es wurden Bestandsleitungen gefunden, die keinem Eigentümer zugeordnet werden konnten. Durch die gute Mitarbeit der Versorgungsunternehmen konnten immer kurzfristig Lösungen erarbeitet werden, sodass der Baufortschritt nicht wesentlich verzögert wurde.

Der Zuschlag an die Arbeitsgemeinschaft Hentschke Bau GmbH/Sersa GmbH erfolgte in Höhe von 12,3 Millionen Euro. In diesen Kosten sind sowohl die Instandsetzungsarbeiten an der Brücke inklusive der Erweiterung der Tragplatte als auch die Umbauarbeiten an den angrenzenden Plätzen enthalten. Weiterhin sind in den Kosten die Tiefbauarbeiten für die Versorgungsunternehmen als auch der Gleisbau einschließlich Erdung für die DVB enthalten.
Nicht enthalten sind die Kosten für das neue Geländer auf der Brücke, die Ausrüstungen für die Versorgungsunternehmen und die Sanierung der Unterseite der Brücke. Diese Leistungen müssen noch ausgeschrieben werden. Bereits ausgegeben wurden 2,3 Millionen Euro für die gesamte Bauherrengemeinschaft. Der Anteil des Straßen- und Tiefbauamtes daran beträgt etwa 1,4 Millionen Euro. Die Restsumme sind Anteile der Dresdner Verkehrsbetriebe und der Versorgungsunternehmen.

Rosa-Luxemburg-Platz: Im Carusufer sind die Leerrohre für die Querung der Versorger eingebaut. Derzeit werden die Anlagen der Straßenentwässerung hergestellt. Im Bereich des Gymnasiums muss noch eine Baugrube für Umschaltarbeiten der DREWAG offen gehalten werden. 

Im östlichen Bereich des Rosa-Luxemburg-Platzes werden die ungebundenen Tragschichten unter dem späteren Straßenbahngleis eingebaut. Weiterhin wird die Gleisentwässerung hergestellt. Zur Verbesserung der Tragfähigkeit wird außerdem eine hydraulisch gebundene Schicht eingebaut. 

Im Bereich Wigard-/Glacisstraße laufen die Arbeiten für den Straßenbau. Hier werden die Borde und das Gerinne neu gesetzt.

Sachsenplatz: Die Kabelzugarbeiten sind abgeschlossen. Damit konnte der Ausbau der alten Bestandskabel beginnen. Im Bereich der Lothringerstraße/Sachsenallee wird der Gehweg fertiggestellt. Verlegearbeiten für die Querung der Versorgungsunternehmen in der Einmündung Terrassenufer haben begonnen.

In der Sachsenallee erfolgt die Anbindung der Straßenentwässerung an den bestehenden Entwässerungskanal. Aufgrund der tiefen Lage des Kanals sind hier große Baugruben erforderlich. Parallel zur Entwässerungsanbindung erfolgt das Einsanden und Verfüllen der Leitungsgräben.

Albertbrücke: Der Einbau des Füllbetons auf der Oberstromseite ist fertiggestellt. Die Bereiche der vorhandenen Widerlager werden für die Herstellung einer Schutzschicht vorbereitet.

Der Montagewagen für die Instandsetzungsarbeiten an den Sandsteinen über der Elbe ist einsatzbereit. Die halbseitige Sperrung des Wasserweges Elbe ist angemeldet und bestätigt, sodass die Arbeiten in der 42. Kalenderwoche beginnen können.

In den Vorlandbereichen auf der Altstädter als auch auf der Neustädter Seite laufen die Sandsteinarbeiten bereits. Die Sandsteinarbeiten an den Pfeilern 3,4 und 5 auf der Altstädter Seite sind fertig. Am Pfeiler 2 sind die Abbrucharbeiten abgeschlossen. Derzeit werden die neuen Sandsteine montiert.

Der Schalwagen zur Herstellung der ersten Abschnitte der neuen Stahlbeton-Tragplatte ist fertig aufgebaut und abgenommen. Zur Vorbereitung der Herstellung der Tragplatte wurden bereits im Fertigteilwerk der Firma Hentschke die ersten Halbfertigteile für die neuen Konsolen hergestellt. Diese Halbfertigteile werden in großen Bereichen der Kragarmunterseite eingesetzt. Die Brücke wird insgesamt um rund 3,6 Meter auf dann 22,20 Meter verbreitert. Der Kragarm ist der dann überhängende Teil, der hier als Fertigelement Teil  der gesamten Tragplatte wird.
Die Brücke bietet neben dem vergrößerten Gleisabstand auf drei Meter dann auch auf jeder Seite 4,1 Meter für Radfahrer und Fußgänger.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden