Saugbagger kollidiert mit Straßenbahn – Über 1 Million Euro Schaden

Am Donnerstag kam es auf der Königsbrücker Straße zu einem Verkehrsunfall zwischen einem LKW und einer Straßenbahn. Dabei wurde der Straßenbahnfahrer schwer und zwei weitere Personen, darunter ein Fahrgast, leicht verletzt.

Die Bergungsarbeiten werden bis in die Abendstunden andauern. Die Straßenbahnlahnlinien 7 und 8 fahren verkürzt bis zur Haltestelle „Hellersiedlung“.

Die Straßenbahn der Linie 8 war stadtauswärts Richtung Hellerau unterwegs. Während des Aufenthaltes in der Station „Moritzburger Weg“ prallte ein auf den Straßenbahnschienen fahrender LKW  auf die Bahn. Bei dem beteiligten LKW handelt es sich um ein spezielles „Zwei-Wege-Fahrzeug“, das sowohl auf Schienen als auch auf der Straße fahren kann. Der Fahrer einer Straßen- und Gleisbaufirma hatte im Auftrag der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) rund 200 Meter oberhalb der Unfallstelle Reinigungsarbeiten am Gleisbereich durchgeführt.

Aus bisher noch ungeklärter Ursache rollte der LKW dann bergab und kollidierte mit der stehenden Straßenbahn. Der verletzte Straßenbahnfahrer wurde ins Krankenhaus gebracht, der leichtverletzte Fahrgast und der LKW-Fahrer konnten vor Ort behandelt werden. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Die Bergung der Fahrzeuge wird bis zum Abend andauern. Anschließend müssen die Schäden am Gleis behoben werden. Bis dahin fahren die Straßenbahnlinien 7 und 8 aus dem Zentrum kommend nur bis zur Haltestelle „Hellersiedlung“. Von dort aus geht es weiter mit Bussen als Ersatzverkehr nach Weixdorf bzw. Hellerau. Später soll ein Pendelverkehr mit Straßenbahnen zwischen Hellerau, Infineon Süd und Weixdorf eingerichtet werden.

Die Straßenbahn vom neuesten Typ NGT D8 DD ist 30 Meter lang und wiegt rund 39 Tonnen. Beschädigt wurde der komplette erste Wagenteil. Ersten Schätzungen zufolge übersteigt der Schaden die Millionen-Euro-Grenze. Dazu kommt der Sachschaden am beteiligten LKW und am Gleis. Der genaue Unfallhergang wird von den Ermittlungsbehörden im Zusammenwirken mit technischen Gutachtern untersucht.     

Quelle: DVB AG