SC DHfK setzen sich mit 28:26 gegen HSG Pohlheim durch

In der mit Spannung erwarteten Partie am späten Sonntagnachmittag gaben die DHfKler zunächst den Takt vor, wirkten durchweg souverän und standen mit einem gut aufgelegten Michael Galia im Tor sicher in der offensiven Abwehrformation. Die Gäste mühten sich derweil weit hinter der Neunmeterlinie um einen geordneten Aufbau. Die wenigen Lücken nutzte HSG-Kreisläufer Arne Rigterink, doch unter der Regie von Ole Dietzmann wirkten die Hausherren ideenreicher und suchten konsequent den Abschluss (7:3, 10.’).

Im weiteren Verlauf fanden die in blau gekleideten Hessen wenige Mittel, Galia hielt, was zu halten war und alles sah nach einem sicheren Heimerfolg für die Grün-Weißen aus. Mit sichtlich gewachsenem Selbstvertrauen und Spielwitz beeindruckten die Leipziger die rund 650 Zuschauer in der Ernst-Grube-Halle.

Der furiosen Auftaktphase folgte ein unterhaltsames, rassiges Spiel bei dem die DHfKler durch Ballgewinne zusehends in ihr temporeiches Spiel (12:6, 20.’) fanden. Der Pohlheimer Trainer Horst-Günter Schmandt reagierte mit einer Auszeit und versuchte so den Spielfluss zu unterbrechen – mit Erfolg wie es schien. Nun hatten sich seine Schützlinge auf die Leipziger Defensive eingestellt und spielten ihrerseits nun abgefangene Bälle schnell, und dank David Billek erfolgreich, nach vorne. So war DHfK-Coach Sven Strübin wenige Minuten später gezwungen, seine Mannen während einer Auszeit wieder auf Kurs zu bringen (14:10, 28.’). Doch die vergebenen Chancen auf Seiten der Leipziger verhinderten ein größeres Polster bis zum Pausenpfiff (14:10).

Mit zwei krachenden Pfostentreffer eröffneten die Leipziger zwar den zweiten Abschnitt, doch die Pohlheimer zielten besser und verkürzten den Rückstand durch zwei schnelle Tore. Eric Jacob bremste die Aufholjagd und schaffte gemeinsam mit Ulrich Streitenberger erneut ein kleines Polster (17:13, 37.’). Auf der Gegenseite zeigte Sven Wösthoff im HSG-Kasten immer wieder seine Klasse und parierte zwischenzeitlich auch freieste Würfe. So war ein Führungsausbau der Messestädter, auch dank der zielsicheren Jonas Faulenbach und Björn Hoffmann, nicht möglich.

In der 45. Minute kam es beim Stand von 20:15 zu einem erneuten Bruch im DHfKSpiel. Ole Dietzmann hatte nach seiner dritten 2-Minuten Strafe die Rote kassiert. Den anschließenden Strafwurf entschärfte Sebastian Schulz zwar unter tosendem Applaus, doch wie so oft an diesem Abend mussten sich die Leipziger in Unterzahl bewähren (acht zu eins Zeitstrafen). Ihr Vorsprung schmolz weil Jonas Faulenbach sein gutes Händchen behielt und sein Team mit seinen Treffern – sechs bis zu diesem Zeitpunkt – im Spiel hielt (20:17, 48.’).

Auch DHfK-Kreisspieler Thomas Oehlrich wurde mit einer Roten Karte nach 3 x 2 Minuten Zeitstrafe des Feldes verwiesen, was den Gästen weiter Auftrieb brachte (21:19, 50.’). Die Schlussphase versprach zunehmend Spannung zumal der HSG-Rechtsaußen Mathias Kartak den für nicht mehr möglich geglaubten Anschluss besorgte (21:20, 51.’) und Faulenbach im nächsten Angriff sogar der erste Ausgleich der Partie gelang. Die Wendung verhinderten Galia, der mit einer Glanzparade seinem Team den notwendigen Rückhalt gab, und Wagner, der vorn energisch vollstreckte. Es ging nun Schlag auf Schlag, um jedes Tor wurde gefightet (22:22, 23:23). Der gute Eric Jacob und René Boese sorgten für zwei wichtige Tore (27:25, 59.’) zur vorentscheidenden Führung.

Die turbulenten Schlussminuten erhielten durch eine Zeitstrafe gegen Steve Baumgärtel zusätzliche Dramatik, da die Leipziger bis zum Abpfiff in Unterzahl bleiben würden. Erneut schaffte Faulenbach den Anschluss, jedoch musste auch Kartak nach rüdem Einsteigen gegen Wagner mit einer Zeitstrafe die letzten 30 Sekunden von der Bank mit ansehen. Wagner erzielte den wichtigen 28:26- Endstand und Galia im Tor hielt die zwei Punkte mit einer letzten Glanztat sicher fest.

C.Masche / D. Möritz