Schillingsche Figuren werden restauriert

Chemnitz – Am Chemnitzer Schlossteich ist am Montag mit der aufwändigen Sanierung der „Schillingschen Figuren“ begonnen worden.

Dazu werden die Sandstein-Skulpturen zunächst gründlich gereinigt. Dies betrifft auch die Sockel der Figuren, die immer wieder mit Graffiti verunziert werden. Nach einer Trocknungsphase werden anschließend Ausbesserungsarbeiten vorgenommen.

In einem letzten Schritt steht ein neuer Farbauftrag für die Skulpturen an. Damit erhalten die Schillingschen Figuren ihre ursprüngliche helle Sandsteinfarbe zurück. Der neue Auftrag soll den Stein außerdem vor Umwelteinflüssen schützen.

Bis Ende Oktober sollen die Arbeiten an den Figuren – die die vier Tageszeiten Morgen, Mittag, Abend und Nacht symbolisieren – abgeschlossen sein. Für die Restaurierung stellt die Stadt Chemnitz rund 50.000 Euro zur Verfügung.

Das Figurenensemble wurde vom Bildhauer Johannes Schilling Mitte des 19. Jahrhunderts ursprünglich für die Brühlsche Terasse in Dresden geschaffen. Im Jahr 1908 kamen die Skulpturen nach Chemnitz – seit 1936 stehen sie an der Brunnenanlage am Schlossteich. Dort sind sie immer wieder das Ziel von Vandalismus, weshalb nun ein neuer Standort gesucht wird.