Schlägerei in der Kupfergasse

In der Nacht vom 15. auf den 16. Juni kam es in der Kupfergasse zu einer schweren Schlägerei. Dabei wurde eine der Personen schwer verletzt. Die „Schläger“ befinden sich in Untersuchungshaft. +++

Nach einer Kneipentour machte sich eine kleine Personengruppe am 16. Juni auf dem Weg zu ihrem Auto (Opel Corsa). Als sie sich auf den Heimweg machten, zogen sie die Aufmerksamkeit von drei Männern auf sich (Kupfergasse in Richtung Hauptbahnhof). Diese traten gegen den Opel. Die Insassen des Opels fuhren weiter, mussten aber aufgrund eines Pollers wenden. Zu allem Unglück kamen sie nochmal an der Dreiergruppe vorbei, die wiederholt heftig auf das Fahrzeug eintraten, so dass schließlich der linke Seitenspiegel abfiel.

Die Opel-Insassen wurden aktiv. Sie parkten das Auto in Höhe Neumarkt ab und begaben sich zu den dreien (zwei namentlich bekannt: m 22; m 27), die das Auto beschädigt hatten. Sie wollten die Randalierenden zur Rede stellen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.

Währenddessen kam es zu einer Schlägerei zwischen den Personen. In Folge eines Fußtrittes stürzte ein 44-jähriger Opel-Insasse. Diese Situation nutzten der 22-Jährige und der 27-Jährige aus – der Mann blieb besinnungslos am Boden liegen. Der Mann wurde dadurch so schwer verletzt, dass er in einer Leipziger Klinik behandelt und stationär aufgenommen werden musste.

Ein aus Richtung Moritzbastei hinzu kommendes Pärchen (m 24/ w 24), die den am Boden Liegenden zur Hilfe eilen wollten, wurde derart in die Auseinandersetzung hineingezogen, dass auch der 24-Jährige aufgrund eines Fußtritts „zu Boden ging“. Nun ihrem Freund zur Hilfe eilend, griff die 24-jährige Helferin in das Geschehen ein und wurde von den beiden Schlägern (22, 27) so heftig im Gesicht attackiert, dass ihr ein Ohrring aus dem Ohr herausgerissen wurde.

Auch alle anderen Beteiligten erlitten Plessuren stärkerer Art.

Durch eintreffende Polizisten konnten schließlich zwei der Schläger vorläufig festgenommen werden. Der dritte flüchtete vom Ort des Geschehens.

Die Täter (22, 27) wurde nach ihrer vorläufigen Festnahme noch am selben Tag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft gegen die beiden einen Haftbefehl und ordnete den Vollzug der Untersuchungshaft an.