Schlaganfall: 80 Prozent der Patienten werden zu spät behandelt

Nur ein Fünftel aller Schlaganfall-Patienten wendet sich rechtzeitig an die Rettungskräfte und kann so optimal behandelt werden.

Hauptursache ist dabei die in der Bevölkerung weit verbreitete Unkenntnis erster Symptome dieser Erkrankung. Darauf weisen die Schlaganfall-Experten der Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus im Vorfeld des Welt-Schlag­anfalltags am kommenden Mittwoch (29. Oktober) hin.

Gerade die ersten Stunden nach dem Auftreten der ersten Symptome sind entscheidend für die Therapie. Denn: die Chancen, den Schlaganfall ohne schwere bleibende Schäden zu überstehen sind umso größer, je früher die Behandlung erfolgt. Damit auch Ärzte kleinerer Krankenhäuser rund um die Uhr auf das Wissen spezialisierter Neurologen zurückgreifen können, entstand 2007 das am Uniklinikum angesiedelte Schlaganfall-Netzwerk Ostsachsen SOS-NET , dem sich mittlerweile weitere regionale Krankenhäuser angeschlossen haben.

Der Welt-Schlaganfalltag 2008 steht unter dem Motto Kleiner Schlaganfall Große Probleme . Die Organisatoren der Veranstaltung die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe will aber nicht nur über die Anzeichen eines akuten Hirninfarkts informieren. 

Erkennen lässt sich ein Schlaganfall an folgenden Symptomen: –       Schlagartiges Auftreten von Gefühllosigkeit, Taubheit an unterschiedlichsten Körperregionen –       Schwäche oder Lähmungserscheinungen an Arm, Gesicht oder Bein (besonders halbseitig) –       plötzliche Sehschwäche oder Sehstörungen –       erschwertes Sprechen –       Benommenheit, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen.

Das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, erhöht sich bei Menschen, die – regelmäßig größere Mengen Alkohol trinken, –       rauchen, –       unter Bluthochdruck leiden, –       einen gestörten Fettstoffwechsel haben, –       übergewichtig sind und –       unter Diabetes leiden. Die Gefährdung ist zudem altersabhängig und hängt von genetischen Faktoren ab.  

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