Schlagloch-Alarm: Leipzig, deine Krater …

Der Winter ist zwar noch nicht vorbei, doch schon jetzt sehen – aber vor allem – spüren die Leipziger Autofahrer die Folgen des strengen Frosts. Die Straßen der Stadt sind mit Kratern übersät, ein Schlagloch reiht sich an das andere. Wir sind für Sie den Fragen nachgegangen, was im schlimmsten Fall passieren kann, inwiefern man rechtlich abgesichert ist und warum eigentlich jedes Jahr das gleiche Klagelied ertönen muss.

Dieses Geräusch hört kein Autofahrer gern. Doch leider rumpelt man zurzeit in fast jeder Straße Leipzigs durch mindestens ein großes Schlagloch. Oder auch durch zwei … oder gar zwei Dutzend. Manche Fahrbahnen in der Stadt ähneln einem Schweizer Käse. Da leidet beim Fahren nicht nur das Nervenkostüm, sondern auch oft das Auto.

Interview: Marcel Lange – ADAC Sachsen e.V.

So ein Besuch bei einer Fachwerkstatt kann aber ganz schnell ziemlich teuer werden. 1000 Euro oder mehr sind keine Seltenheit. Doch wer bezahlt die Reparatur? Kann man Ansprüche gegenüber der Stadt geltend machen?

Interview: Thomas Weitz – Fachanwalt für Verkehrsrecht

Bleibt also nur der Weg zum Anwalt. Doch der kostet auch. Ob sich das für den Einzelnen dann noch finanziell lohnt, ist fraglich. Doch was ist, wenn sich viele Bürger auf einmal bei der Stadtverwaltung beschweren?

Interview: Thomas Weitz – Fachanwalt für Verkehrsrecht

Hätte, könnte, würde – Der Konjunktiv bestimmt hier das Thema. Stellt sich nun aber die Frage: Woran liegt es denn überhaupt, dass jedes Jahr die Straßen schlimmer aussehen?

Interview: Edeltraud Höfer – Leiterin Verkehrs- und Tiefbauamt Leipzig

Es hängt also alles wieder am lieben Geld, das für eine langfristige Sanierung von Leipzigs Straßen einfach nicht ausreicht. Bis 2013 ist auch keine Aufstockung der Mittel geplant. Die Schlagloch-Situation wird sich so schnell nicht ändern. Und dieses Geräusch wird noch lange zu hören sein.