„Schlampenmarsch“ gegen sexualisierte Gewalt

In der Messestadt fand am Samstag der erste sogenannte Leipziger „Slutwalk“ statt. Mehrere hundert Leipziger gingen leicht bekleidet für ihr Recht auf sexuelle Selbstbestimmung auf die Straße. +++

Etwas ungewöhnlich klingt es schon. „Ich gehe heute zum Slutwalk in Leipzig.“
Nein, dass heißt nicht, dass sich hier verruchte und sexwillige Schlampen am Connewitzer Kreuz treffen. Stattdessen ist es eine Aufforderung für sexuelle Freiheit, gegen sexualisierte Gewalt. Eine Demo gegen Sexismus und Rassismus.

Um 13 Uhr soll es losgehen. Rund 300 Menschen haben sich angekündigt – aber in Leipzig ist es kalt an diesem Samstag, vielleicht werden ein paar weniger kommen.

Mitten in dem Gewusel finden wir „Charlie“ und „Die Wölfin“ – sie haben den Slutwalk mit organisiert, wollen aus Sicherheitsgründen lieber unerkannt bleiben. „Die Wölfin“ erklärt, wie es zu der Idee kam, den Slutwalk nach Leipzig zu holen.

Interview: „Charlie“ und „Die Wölfin“

Der Marsch hat seinen Ursprung in Toronto, fand dort am 3. April dieses Jahres zum ersten Mal statt. Seitdem wurde unter anderem in Miami, Stockholm, London, Paris und Berlin demonstriert. In Leipzig ist die Bewegung mittlerweile angekommen und findet viele Anhänger.

Umfrage

Das Opfer. Egal ob, Frau oder Mann oder Kind, egal welcher sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Definition.
„Zeig dich so, wie du dich zeigen willst!“, „Komm, wie du dich wohl fühlst!“ – Mit kurzem Rock, hohen Schuhen, mit Perücke – die Leipziger marschieren für ihr Recht auf sexuelle Selbstbestimmung.

Dein Aussehen ist kein „Ja!“ – Darum geht es beim Slutwalk.

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