Schleudersachse 2018 – Das sagt der OB dazu

Dresden - Zu Recht oder übertrieben? Oberbürgermeister Dirk Hilbert wurde vom Bund der Steuerzahler Sachsen der „Schleudersachse 2018“ verliehen. Was sagt der Oberbürgermeister dazu? Und was denken die Dresdner über diese Vergabe? Wir haben nachgefragt.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert äußert sich zu seinem Gewinn wie folgt:

„Ein herzliches Dankeschön für die Aufmerksamkeit an den Bund der Steuerzahler, der ganz richtig auf unser aller Geld achtet. Das ist wichtig. Und ich nehme es keinesfalls übel, wenn genau hingeschaut wird.
Dresden wächst als internationaler Standort für Wirtschaft und Wissenschaft. Dafür bin ich gern weltweit unterwegs - für durchschnittlich 470 Euro pro Reise und 241 Euro pro Tag. Ich denke, da haben wir sehr gut
gewirtschaftet. Persönliche Kontakte in unsere Partnerstädte, zu Investoren und Kooperationspartnern in den Metropolen dieser Welt sind – genau wie im Privaten – unbezahlbar. Und sie sind auch nicht mit Werbung aufzuwiegen. Und deshalb werde ich weiter reisen, für unsere Stadt. Und ganz ehrlich: natürlich sind 17 400 Euro viel Geld. Aber dafür habe ich an 37 Orten unsere Stadt präsentiert, Freundschaften gepflegt und Kontakte geknüpft. Agenturen für so etwas wären bei weitem teurer. Und glauben Sie mir, wenn es keinen Effekt hätte, würde ich freiwillig nicht die vielen Stunden auf meine Familie verzichten, die ich stattdessen auf Flughäfen, Bahnhöfen und auf den Autobahnen dieser Welt verbringe. Herzliche Grüße aus Florenz vom Treffen der Kulturhauptstädte Europas.

P.S. Gestern las ich, dass  auf dem Deutschen Sportpresseball in Frankfurt Main eine Reise auf die Malediven für 13 200 Euro verlost wurde ...... für sieben Tage, macht 942 Euro pro Tag und Person. Das ist der Unterschied zwischen Urlaub oder Arbeit ;) und es waren keine Steuergelder, hoffe ich."