Schloss Übigau – Neues Gemunkel um künftige Nutzung

Dresden - Seit Jahren ist Schloss Übigau dem Verfall preisgegeben. Seit November 2017 ist das Bauwerk in den Händen einer privaten Investorengemeinschaft. Nun scheint es neue Pläne für das Barockgebäude zu geben. Offiziell sollen die voraussichtlich im Juni vorgestellt werden.

Barockschloss fiel Verfall zum Opfer

Die Jahre des Stillstands sind dem einstigen Prunkschloss deutlich anzusehen. Der Zahn der Zeit nagte an dem zwischen 1724 und 1726 erbauten Schloss Übigau. Erster Besitzer des 8.000 Quadratmeter Anwesens war August der Starke. Er nutzte den Bau als Veranstaltungsort. Mit der Plünderung durch die Armee Napoleons veräußerte der sächsische Kurfürst das Ensemble wieder. Später war es dann Jagdschloss und ab den 50er Jahren der DDR Verwaltungssitz des Volkseigenen Betriebs Dampfkesselbau Übigau. Seit 1991 steht das Barockensemble nun leer. Die Stadt Dresden hatte zwischenzeitlich aufgrund des Verfalls Sicherungen am Gebäude vorgenommen - doch das waren nur notdürftige Reperaturen.

© Sachsen Fernsehen

Planungen als Veranstaltungsort

Seit der Übernahme des Objektes durch die Privatinvestoren forderten Grüne und SPD zumindest einen Teil des 8.000 Quadratmeter Anwesens Öffentlich zugänglich zu machen. Die neuen Eigentümer zeigten sich gesprächsbereit und erstellten ein Nutzungskonzept. Dieses soll Ende Juni/Anfang Juli vorgestellt werden. Bereits von 2008 bis 2016 öffnete im Garten eine Sommerwirtschaft und es fanden Open-Air-Veranstaltungen statt.

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