Schloßchemnitz/Furth: Mann mit 2,26 Promille unterwegs

Mit Alkohol unterwegs war ein 42-Jähriger in Chemnitz am Mittwoch sowie Donnerstagnacht.

Am Mittwochabend rief eine 28-jährige Frau die Polizei, da ein offensichtlich stark alkoholisierter Radfahrer mit dem rechten Außenspiegel ihres Ford Focus kollidierte, während sie an der Kreuzung Müllerstraße/Mühlenstraße bei „Rot“ hielt.

Anschließend fuhr er trotz Rotlicht weiter. Als die Anruferin den Mann kurz darauf auf dem Parkplatz eines Discounters in der Eckstraße sah, lief sie zu ihm und hielt ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. Die Beamten führten bei dem 42-Jährigen einen Atemalkoholtest durch, der einen Wert von 2,26 Promille ergab. Weiterhin wurde bei ihm eine geringe Menge Betäubungsmittel (vermutlich Cannabis) gefunden.

Das Fahrrad des Mannes wurde vor Ort angeschlossen und die Drogen wurden sichergestellt. Der 42-Jährige musste sich anschließend einer Blutentnahme unterziehen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte er die Dienststelle wieder verlassen.

Wenige Stunden später fuhr er mit seinem Fahrrad entgegen der Fahrtrichtung auf dem Gehweg der Chemnitztalstraße, was einer Polizeistreife auffiel. Als sie den Mann gegen 1 Uhr anhalten wollten, versuchte er sich der Kontrolle zu entziehen. Er warf seinen Drahtesel weg und versuchte, zu Fuß zu flüchten.

Die Polizisten bekamen den Mann zu fassen und kontrollierten ihn. Dabei kam nicht nur heraus, dass es sich um jenen 42-Jährigen handelte, der Stunden zuvor schon einmal betrunken mit seinem Rad unterwegs war, sondern auch, das er wieder bzw. immer noch alkoholisiert war. Ein erneuter Atemalkoholtest ergab nun einen Wert von 2,22 Promille.

Es folgte wieder eine Blutentnahme. Diesmal wurde das Fahrrad des Mannes sichergestellt. Gegen den Radler wird nun wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr in zwei Fällen sowie wegen des illegalen Erwerbes von Betäubungsmitteln ermittelt. Der Verdacht des eingangs erwähnten Verkehrsunfalls in der Müllerstraße/Mühlenstraße hat sich nicht bestätigt, da nach erstem Überblick kein Schaden entstand.