Schloßteich-Algen: Kein Gesundheitsrisiko

Noch immer bietet sich den Chemnitzern ein unschöner Anblick, wenn sie am Schloßteich entlangspazieren.

Laut Stadt lässt sich der Zustand wie folgt erklären:

Einziger Zulauf für den Schloßteich ist der Pleißenbach. Anfang Juli kam es aufgrund von starken Niederschlägen zu außergewöhnlich viel Bildung von Schlamm und damit auch von Pflanzennährstoffen (Nitrate und Phosphate).

Außerdem hatten die niedrigen Nachttemperaturen der letzten Tage zur Folge, dass durch das Absinken des kalten Wassers das Wasser im Schloßteich durchmischt wurde und damit Nährstoffe vom Teichgrund wieder mobilisiert wurden. Damit herrschten ideale Voraussetzungen für eine plötzliche, massenhafte Vermehrung von Phytoplankton (Schwebalgen), z.B. von kleinen, einzelligen Formen wie Peridineen, Cryptomonaden, Chlorococcalen sowie von Microcystis.

Das führte zu der im Schloßteich auch bereits in der Vergangenheit im wieder beobachteten Grünfärbung und Trübung der Gewässeroberfläche.

Für nährstoffreiche Gewässer wie den Schloßteich ist dies ein natürlicher Prozess, der im Normalfall wieder umgekehrt wird, durch die daraufhin einsetzende massenhafte Vermehrung von Zooplankton, z.B. Wasserflöhen, denen die mikroskopischkleinen Algen als Nahrung dienen.

Eine Verbesserung der Situation lässt sich nur langfristig, durch die Reduzierung der Einträge von Pflanzennährstoffen erreichen. Der Ausbau des städtischen Abwassernetzes im Einzugsgebiet des Pleißenbaches hat bereits zu einer Verbesserung der Wasserbeschaffenheit des Zulaufwassers geführt.

Der natürliche Eintrag von Bodenstoffen durch Niederschläge lässt sich
jedoch nicht verhindern. Als ursprünglich zur Fischzucht angelegter
Teich, dient der Schlossteich auch heute noch der fischereiwirtschaftlichen Nutzung. Der damit einhergehende Stoffeintrag wurde soweit wie möglich reduziert.

Ein Gesundheitsrisiko für Bootsfahrer und Spaziergänger besteht laut Stadt nicht.

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