Schmierereien: Hakenkreuze und Heß-Schriftzüge im Leipziger Umland

Neonazi-Kundgebungsverbot in Leipzig. Sachbeschädigung mit politisch motivierten Hintergrund musste die Polizeidirektion Westsachsen am vergangenen Wochenende gleich mehrmals feststellen. +++

1. Fall: Bad Lausick, Hospitalstraße/Frohburger Straße. In der Zeit vom 16. August bis 21. August 2011 schmierten unbekannte Täter mit schwarzer Farbe einen Schriftzug (rechter Inhalt) auf ein 2 m x 2 m großes Werbeplakat. Außerdem wurde an die Mauer des KIK-Marktes ebenfalls ein rechter Spruch mit schwarzer Farbe gesprüht. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist noch nicht beziffert. Anzeige wurde erstattet und die Beseitigung veranlasst.

2. Fall: Döbeln, in der Nacht zum Samstag besprühten Täter laut Polizei mit schwarzer und roter Farbe den asphaltierten Verbindungsweg am Schulzentrum Döbeln Nord mit einem Schriftzug mit Heß-Bezug in der Größe von ca. 10 m x 1,50 m.
Es wurde eine Anzeige aufgenommen und die Beseitigung veranlasst.

3. Fall: Döbeln, Am Viadukt, Friedhofsmauer. Sonntagnacht sprühten unbekannte Täter mit roter Farbe auf die Friedhofsmauer vom Niederfriedhof einen Schriftzug mit Heß-Bezug in einer Größe von 4,50 x 1,00 m, so die Beamten.

4. Fall: Borna, Röthaer Straße, Kinderspielplatz Apfelwiese. Unbekannte Täter sprühten in der Nacht zum Sonntag ein Hakenkreuz in einer Größe von 80 cm x 80 cm auf die Abdeckung einer Kinderrutsche am Spielplatz. Ein weiteres Hakenkreuz in einer Größe von 25 x 25 cm wurde an das Gestell der Kinderrutsche mit gleicher Farbe gesprüht, teilten die ermittelnden Beamten mit. Der Sachschaden
konnte noch nicht beziffert werden. Es wurde Anzeige erstattet und die Beseitigung veranlasst.

5. Fall: Eilenburg, Dr.-Belian-Straße. Unbekannte Täter schmierten in der Nacht zum Sonntag mit schwarzer Farbe an die Außenwand des Jugendhauses VI zwei Hakenkreuze im Durchmesser von ca. 1,20 m. Außerdem wurde die zweiflügelige Eingangstür laut Polizeiangaben mit einem rechten Schriftzug beschmiert.