Schnelle Hilfe für Dresdens Neugeborene

Dresden hat für 135.000 Euro einen neuen Baby-Intensivtransportwagen angeschafft. Im Fahrzeug können Neugeborene in einem Inkubator transportiert werden. +++

Mit dabei sind immer ein Kinderarzt und eine Intensiv-Pflegekraft. Das besonders gute Federungssystem und der quer zur Fahrtrichtung eingebaute Ambulanztisch verhindern schädliche Fahrtbeschleunigungen für die kleinen Patienten. Der Inkubator kann bei Fahrzeugausfall komplett mit allen Zusatzgeräten und Anschlüssen von anderen Rettungswagen aufgenommen und transportiert werden. Oberbürgermeisterin Helma Orosz überzeugte sich heute, 21. Oktober, vor Ort von der hochmodernen Rettungstechnik. „Durch das neue Fahrzeug wird es noch besser möglich sein, lebensbedrohlich erkrankte Neugeborene aus Dresden und Umgebung auf dem höchsten Stand der medizinischen Technik zu versorgen. Als Geburtenhauptstadt ist eine solche Ausstattung selbstverständlich“, freut sich Orosz.

Das Fahrzeug bietet dem Betreuungspersonal bessere Arbeitsmöglichkeiten. Im Baby-Intensivtransportwagen und außerhalb können der Inkubator und die Geräte für die Überwachung und Therapie separat mit Sauerstoff und Strom versorgt werden. Bei der Konzeption des Fahrzeuges hat PD Dr. med. Jürgen Dinger, Leiter der neonatologischen Intensivstation des Universitätsklinikums, entscheidend mitgewirkt.

Der Baby-Intensivtransportwagen wird erst zum konkreten Einsatz mit einem intensivmedizinisch erfahrenen Kinderarzt und einer Intensiv-Pflegekraft besetzt. Die beiden Fachkräfte werden von einer Kinder-Intensivstation abgeholt und begleiten den Transport. Neugeborene benötigen in manchen Fällen eine spezielle intensivmedizinische Behandlung, die nur in wenigen Zentren geleistet werden kann. Auf den neonatologischen Intensivstationen des Universitätsklinikums Dresden und des Städtischen Krankenhauses Dresden-Neustadt werden kranke Neugeborene aus den Entbindungskliniken Dresdens und der Umgebung intensivmedizinisch behandelt. Im letzten Jahr wurden 176 Neugeborene per Baby-Intensivtransportwagen transportiert und versorgt.

Quelle: Stadt Dresden