„Schnelles Internet“ für ganz Chemnitz

Chemnitz – Die Stadt Chemnitz hat am Dienstag einen Fördermittelbescheid für den Breitbandausbau erhalten.

Staatssekretär Stefan Brangs überreichte den Bescheid an Baubürgermeister Michael Stötzer. Chemnitz erhält von Land Sachsen 16,2 Millionen Euro. Zusammen mit Bundesmitteln in Höhe von 20,4 Millionen Euro und städtischen Eigenmitteln von 4,1 Millionen Euro sollen dabei noch nicht für „schnelles Internet“ erschlossene Bereiche in Chemnitz ausgebaut werden. Dabei geht es um ungefähr 10 Prozent der Stadtfläche.

Die öffentliche Hand investiert genau an den Stellen, an denen es für Netzbetreiber unrentabel wird, selbst den Breitbandausbau auszuführen. Dazu gehören in Chemnitz zahlreiche Bereiche an den nördlichen und südlichen Stadträndern. Zuvor wird der Betrieb des Netzes ausgeschrieben.

Im lukrativen innerstädtischen Markt sind Telekom, Vodafone und Co. selbst aktiv. So werden aktuell im Lutherviertel Glasfaserkabel verlegt. In den schwierigeren Randbereichen wird die Stadt mit ihrem eigenen Ausbau also nicht in Konkurrenz mit anderen Netzen gehen.

Insgesamt werden rund 8.800 Wohneinheiten in den kommenden Jahren in Chemnitz eine Breitbandverfügbarkeit von mindestens 50 Mbit/s erhalten. Nun muss eine detaillierte Planung erfolgen, denn es stehen umfangreiche Bauarbeiten an, die zwischen Ende 2018 und 2019 beginnen können. Dabei wird auch geprüft, ob sich der Netzausbau mit anderen Maßnahmen verbinden lässt. Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass es Maßnahmen gebe, die nur die Verlegung der Breitbandkabel beinhalte, so Michael Stötzer. Insgesamt müssten etwa 1.300 Kilometer Kabel in 250 Kilometer Kanalschächte verlegt werden.

Bei der Fördermittelübergabe bei der „Chemmedia AG“ an der Parkstraße war die Stadt Chemnitz nicht der einzige Empfänger. Noch zehn weitere Gemeinden aus dem Chemnitzer Umland erhalten Landesgelder in Millionenhöhe für den Breitbandausbau, so unter anderem Limbach-Oberfrohna, Hainichen und Neukirchen/Erzg..