Schocken lässt Hüllen fallen

Es ist eines der ehrgeizigsten Bauvorhaben in Chemnitz dieser Tage: Der Umbau des Kaufhauses Schocken in das Landesmuseum für Archäologie.

In der Vergangenheit hatte die Stadt nicht immer Glück mit ihren Großbaustellen, bei dem 50 Millionen Euro-Prestigeobjekt geht aber anscheinend alles glatt. Und das ist heute auch für die Chemnitzer sichtbar.

Das Schocken ist hüllenlos – die Fassade eines der bedeutendsten Bauwerke der Klassischen Moderne erstrahlt wieder in altem Glanz. Lange Zeit verdeckten Gerüste und Planen das ehemalige Kaufhaus.

Das letzte Teilstück dieser Einrüstung wurde am Freitag entfernt. Mit dem bisherigen Ablauf der Arbeiten am zukünftigen Landesmuseum für Archäologie ist die Bauleitung sehr zufrieden.

Interview: Dipl.-Ing. Harald Schneider – Bauleiter

Seit Juli dieses Jahres wurde die ursprüngliche Fassadenverkleidung des Gebäudes wiederhergestellt. Das milde und trockene Novemberwetter hatte die Arbeiten begünstigt.

Interview: Karsten Engelmann – Sächsische Sandsteinwerke Pirna

Dadurch ergibt sich wieder der originale Kontrast aus hellem Kalkstein und dunklen Fenstern,
der nachts durch Beleuchtung von innen umgekehrt wird. Im März des kommenden Jahres soll schrittweise mit dem Innenausbau begonnen werden.

Dabei soll im Erdgeschoss auf 400 m² ein Gastronomiebereich entstehen. Die GGG ist dafür noch auf der Suche nach Interessenten. Unmittelbar bevor steht der Einbau der Schaufenster Anfang kommender Woche.

Interview: Dipl.-Ing. Harald Schneider – Bauleiter

Im September 2013 soll das neue Landesmuseum für Archäologie dann fertig sein. Auch das Hauptstaatsarchiv wird in das Schocken mit einziehen. Dagegen soll das Landesamt für Archäologie entgegen früherer Pläne noch länger in Dresden verbleiben.

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar