Schönefeld zwischen Flüchtlings-Problematik und rechten Sumpf

Bürgerverein ruft die Schönefelder zur Besonnenheit auf: „Lasst euch nicht populistisch missbrauchen“, attakiert jedoch auch Stadtvewaltung wegen ihrer Öffentlichkeitsarbeit zum Thema. +++

Die nachfolgenden Sätze sind eine Mitteilung des Bürgervereins Schönefeld: Durch das Verhalten der Stadt, insbesondere Sozialamt und Amt für Gebäudemanagement, unter Geheimhaltung eine leere Schule für die Aufnahme von Flüchtlingen oder Asylbewerber einzurichten, wurde eine gefährliche Situation geschaffen. Besorgte Eltern der benachbarten Grundschule baten den Bürgerverein Schönefeld um Hilfe und Auskunft.

Dieser hat sich zur Klärung an das Sozialamt gewandt, das dem Vereinsvorsitzenden, Michael Reinhardt wörtlich sagte: „Wir dürfen Ihnen leider keine Auskunft geben.“ Erst ein persönliches Gespräch mit Prof. Fabian später ergab, dass die Vermutung zutraf. Erst dann wurde auch eine öffentliche Veranstaltung im Schönefelder Gesellschaftshaus am 25.11. 19:00 Uhr mit dem Sozialamt terminiert. Nun ist eingetreten, was zu befürchten war: Dem populistischen Missbrauch ist Tür und Tor geöffnet. Rechter Sumpf kündigt Aktionen an. Der Bürgerverein Schönefeld verurteilt ausdrücklich rechte Hetzparolen und ist mit ganzem Herz bei den Menschen in Schönefeld, bei den Kindern der Grundschule und deren Eltern und bei den Anwohnern aber auch bei den Menschen, die in ihrer Not bei uns Zuflucht und Hilfe suchen. Nur ist die Frage, ob sie die unter den derzeitigen Umständen hier finden. Hätte die Stadt rechtzeitig das Gespräch mit allen Beteiligten gesucht, auch die der alternativen und möglichen Standorte, dann hätten wir Zeit gehabt, eine Willkommenskultur zu schaffen. Nun können wir nur noch versuchen, das Schlimmste abzuwenden.

Zur geplanten Aktion der rechten Szene am 21.11. abends in Schönefeld:

Der Bürgerverein Schönefeld e.V. ruft die Schönefelder auch zur Besonnenheit auf. Lasst euch nicht populistisch missbrauchen!

Positioniert euch klar, ob körperlich, in Gesprächen oder schriftlich, aber fallt nicht auf rechte Parolen rein. Lasst keinen Platz für Engstirnigkeit, Dummheit und Intoleranz in eurem Herzen. Bleibt ruhig, sachlich und offen, auch den Anderen gegenüber. Das Leben hat nicht nur eine Farbe, es ist bunt und vielfältig. Wir sollten es so bewahren.

Am 25.11. 19:00 Uhr findet im Schönefelder Gesellschaftshaus,

Ossietzkystr. 1 eine Infoveranstaltung des Sozialamtes statt, auf der SozialbürgermeisterProf. Dr. Fabian die Situation erklären wird. Im Namen des Bürgervereins Schönefeld lade ich Sie herzlich dazu ein.