Schon wieder Schnee in Sicht

Wer dieser Tage aus dem Haus geht, der kann sich nur noch wundern: vielfach verschneite Landschaften und Frühtemperaturen um oder unter 10 Grad.

„Ich selbst habe heute Morgen in Rheinhessen satte minus 12 Grad gemessen. Das sind Werte, die in dieser Region selbst im Hochwinter nicht allzu oft erreicht werden. Doch der Umstand, dass es um 7 Uhr schon richtig hell war sagte mir noch mal ganz deutlich: es ist bereits Mitte März und wir sind vom Hochwinter eigentlich weit entfernt“ so Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Das aktuelle Wettervideo finden Sie hier: http://www.youtube.com/watch?v=BGMYLUJ8ty4

Man mag es kaum glauben, aber etliche Regionen durchleben derzeit die tiefsten Nachttemperaturen des gesamten Winters. Am Freitagmorgen wurden in 2 Metern Höhe erneut Spitzenwerte von minus 15 Grad gemessen. Direkt über dem Erdboden wurden in 5 cm Temperaturen von knapp minus 21 Grad gemessen. An Frühling ist bei solchen Tiefstwerten noch gar nicht zu denken.

Und auch in den kommenden Tagen geht es eher spätwinterlich als frühlingshaft weiter. So einen langen Atmen hat der Winter selten zuvor bewiesen. Zwar sind Kälterückfälle im März keine Seltenheit, doch in der Regel ist dieser Spuk nach 2 oder 3 Tagen schon wieder vorbei. Doch diesmal haben wir vor allem im Osten und Norden schon eine volle Woche Märzwinter zu verzeichnen.

Der Samstag wird noch der schönste Tag vom Wochenende. Bei 0 bis 7 Grad scheint zeitweise die Sonne, später ziehen jedoch vor allem im Westen vermehrt Wolken heran. Die bringen in der Nacht zum Sonntag dort Schnee und auf den Straßen kann es wieder gefährlich glatt werden.

Der Sonntag macht seinem Namen dann so gut wie überhaupt keine Ehre. Die Schneefälle breiten sich weiter nach Osten aus, in tiefen Lagen fällt zunehmend Schneeregen oder Regen. Dabei werden 1 bis 9 Grad erreicht.

Der Start in die neue Woche bringt dann schon wieder große Temperaturunterschiede. Im äußersten Süden schafft es ein Schwall Frühlingsluft ins Land und es werden 10 bis 15 Grad erreicht. Im Norden dagegen nur Höchstwerte zwischen 0 und 6 Grad. Nördlich des Mains fällt dann zeitweise Schnee oder Schneeregen.

Am Dienstag kann es dann besonders in der Osthälfte wieder kräftig bis ganz runter schneien. Besonders in Berlin und Brandenburg kann es wieder weiß werde. Da der Schnee sehr nass und schwer ist, bestehet Schneebruchgefahr. Mit 0 bis 8 Grad bleibt es weiter nass-kalt.

„In der zweiten Wochenhälfte gibt es zaghafte Tendenzen, dass uns milde Frühlingsluft mit Höchstwerten bis 17 Grad einen Besuch abstattet. Ob das nur ein Kurzbesuch oder eine längerfristige Angelegenheit wird, bleibt abzuwarten“ so Wetterexperte Jung.

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