Schüler mit Migrationshintergrund erhalten START-Stipendium

„Bildung darf keine Frage der Herkunft sein“, so Kultusminister Roland Wöller, der am Mittwoch an drei Mädchen und fünf Jungen das START-Stipendium für engagierte Schüler mit Migrationshintergrund überreichte.

Die acht Jugendlichen sind im Alter zwischen 14 und 18 Jahren und haben ihre Wurzeln im Irak, Kasachstan, Lettland, Russland, Ukraine und Vietnam. Sie wohnen in Chemnitz, Dresden, Königshain, Leipzig und Plauen. Durchgesetzt haben sie sich gegen 75 weitere Bewerber. Entscheidend für die Auswahl war ein Notendurchschnitt von 2,5 und besser, gesellschaftliches Engagement und ein Migrationshintergrund der Schüler, Eltern oder Großeltern. Ziel von START ist es, die Jugendlichen auf ihrem Weg zum Abitur zu unterstützen und ihnen die Teilhabe an der Gesellschaft zu erleichtern. „Mit START sollen junge Zuwanderer erfahren, dass sie hier in Sachsen willkommen sind und dass sich Leistung lohnt“, betonte Wöller.

In Sachsen werden aktuell 34 Schülerinnen und Schüler gefördert. Zum Ende des vergangenen Schuljahres haben sieben Stipendiatinnen und Stipendiaten das Abitur abgelegt. Damit zählt Sachsen insgesamt bereits 31 Abiturienten, die sich im START-Alumni-Verein weiterhin vernetzen können. „Bildung ist eine Voraussetzung für wirkliche Integration. Das START-Programm mit seinen sichtbaren Erfolgen ist ein Beispiel dafür, wie die Herausforderung „Integration“ gelebt und bestanden werden kann. Es entspricht dem Selbstverständnis von Stiftungen als Trägern bürgerschaftlichen Engagements, solche Prozesse mit zu gestalten und zuverlässig zu ermöglichen“, unterstreicht Andrea Fischer, Geschäftsführerin der Marga und Kurt Möllgaard-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, im Namen aller START-Partner in Sachsen.