Schüler streiken in Dresden am 28. März

Sachsen hat eine neue Kultusministerin, Brunhild Kurth tritt nun in die Fußstapfen von Roland Wöller. Der Landesschülerrat hat große Erwartungen, will diese mit einem Aktionstag am 28. März bekräftigen. +++

Sie soll nun alles besser machen. Mit Brunhild Kurth hat Ministerpräsident Stanislaw Tillich gestern eine Bildungsfachfrau aus dem Hut gezaubert – mit der gar keiner gerechnet hatte.

Die studierte Lehrerin für Biologie und Chemie hatte bereits zahlreiche Führungspositionen in Bildungseinrichtungen inne – eine Politikerin ist sie allerdings nicht. Trotz aller Schwierigkeiten sei Sachsen ein excellenter Bildungsstandort – so die 57jährige – diesen Status zu halten, sei eine große Aufgabe: Überrascht vom plötzliche Führungswechsel im Kultusministerium war auch der sächsische Landesschülerrat, in einer Pressekonferenz am Freitag sprach man von großen Erwartungen – die man in die Bildungsexpertin setze: Denn es bestehe dringender Handlungsbedarf, für immer mehr Schüler gebe immer weniger Lehrer – die Gründe dafür sind vielfältig.

Der Landesschülerrat hat einen umfangreichen Forderungskatalog erarbeitet – um dem Lehrermangel entgegenzuwirken: Sachsen laufen die Lehrer weg – zu schlechte Bezahlung, kaum noch jemand wolle auf Lehramt studieren.

Das Land müsse einfach mehr Geld für Bildung in die Hand nehmen – so die zentrale Forderung, die wolle man mit einem sachsenweiten Aktionstag am 28.März bekräftigen-über 50 Schulen werden sich beteiligen. Dort gibt’s dann 16.50 eine Abschlußkundgebung, man rechne mit einigen Hundert Beteiligten.

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!