Schülercamps in Sachsen beendet

Versetzungsgefährdete Schüler starten gut vorbereitet ins zweite Halbjahr.

Für 240 versetzungsgefährdete Schüler, die ihre Ferien in einem der fünf Schülercamps verbracht haben, gehen anstrengende und erlebnisreiche Tage zu Ende. Kultusminister Roland Wöller besuchte heute die Abschlussveranstaltung des Camps in Colditz. Er sprach den Schülern seinen Respekt aus, ihre Ferientage zum Lernen genutzt zu haben. Gleichzeitig ermutigte er sie, auch in den nächsten Wochen in ihren Anstrengungen nicht nachzulassen. „Ihr müsst die achte Klasse schaffen“, so sein Appell. Ein guter Abschluss sei das Sprungbrett für eine Ausbildung und damit die Eintrittskarte für ein selbst bestimmtes Berufsleben. Wöller kündigte an, dass es die Schülercamps mit dem anschließenden Fördernetzwerk auch im nächsten Jahr geben wird.

Das Fazit zu den Camps fiel bei allen Beteiligten äußerst positiv aus. Vor allem die Jugendlichen waren von dem Mix aus Einzelgesprächen, kleinen Lerngruppen (max. 10 Schüler) und der gemeinsamen Arbeit an Projekten angetan. Sie haben sich fest vorgenommen, die gewonnenen Anregungen und den Schwung mit ins zweite Schulhalbjahr zu nehmen. „Die nächsten Wochen sind entscheidend“, so der Minister. In ihren Heimatorten werden die Camp-Teilnehmer von einem Lehrer ihrer Schule und einem Sozialpädagogen weiter intensiv betreut. „Das Camp endet nicht mit den Ferien. Auch die Schulen vor Ort leisten einen großen Beitrag, um die Schüler vorwärts zu bringen“, betonte Wöller. Dieses Fördernetz nach dem Abschluss der Camps bis zum Schuljahresende sei eine Besonderheit der sächsischen Camps.

Ein großes Lob sprach die Programmleiterin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), Sabine Heimann, nach ihren Besuchen in den Camps den dortigen Mitarbeitern aus. „Ebenso wie die Schüler profitieren auch die Pädagogen von ihrer Camp-Erfahrung. Sie gehen mit vielen Ideen und Elan in ihr Berufsfeld zurück“, so Heimann.

Die Schülercamps werden in diesem Schuljahr zum zweiten Mal durch die DKJS in enger Kooperation mit dem Kultusministerium durchgeführt. Während im letzten Jahr zunächst zwei Camps für 100 Schüler aus den Regionen Bautzen und Chemnitz organisiert wurden, waren es in diesem Jahr fünf Camps für 240 Schüler aus ganz Sachsen. Die Camps fanden statt in Sayda (LKrs. Mittelsachsen), Colditz (LKrs. Leipzig), Papstdorf (Sächsische Schweiz), Pirna/Copitz und Seifhennersdorf (LKrs. Görlitz). Die Schüler wurden von 27 Lehrern, 28 Sozialpädagogen und 28 Jugendleitern betreut.

Die Finanzierung der Camps und der nachfolgenden Betreuung erfolgt aus ESF- und Landesmitteln sowie Mitteln der Bundesagentur für Arbeit und der DKJS. Insgesamt stehen dafür rund 900.000 Euro zur Verfügung.

Camps der DKJS gibt es außer in Sachsen auch in Zusammenarbeit mit den Ländern Berlin, Brandenburg und Hessen. Ziel aller Camps-Konzepte ist es, gemeinsam mit Fachkräften aus den Schulen und der Jugendhilfe Schulentwicklung voranzubringen. Den Jugendlichen soll neues Selbstvertrauen in ihre Leistungskraft gegeben werden.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus

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