Schuljahresende auch in den sächsischen Justizvollzugsanstalten

Insgesamt standen im aktuell beendeten Schuljahr 107 Gefangene vor dem Erreichen eines Schulabschlusses über die Schulfremdenprüfung. Die meisten von ihnen erreichten einen qualifizierenden Hauptschulabschluss. +++

Auch in den sächsischen Justizvollzugsanstalten sind die diesjährigen Abschlussprüfungen beendet. Insgesamt standen im Schuljahr 2012/2013 107 Gefangene vor dem Erreichen eines Schulabschlusses über die Schulfremdenprüfung. Die Gefangenen mussten hierbei jeweils die gleichen Prüfungsaufgaben lösen wie die Schüler an den entsprechenden Schulen außerhalb des Justizvollzuges.

18 Gefangene erreichten den Hauptschulabschluss, 42 den qualifizierenden Hauptschulabschluss. 17 Gefangene schlossen die Schulausbildung mit dem Realschulabschluss ab und weiteren 20 Gefangenen konnte durch die erfolgreiche Absolvierung des Berufsvorbereitungsjahres der Hauptschulabschluss zuerkannt werden.

Justizstaatsekretär Dr. Wilfried Bernhardt: „Ich freue mich sehr über die große Anzahl erfolgreicher Absolventen. Schulische Bildung fördert die Resozialisierung der Gefangenen, mindert das Rückfallrisiko und gibt ihnen eine berufliche Perspektive.“

Im sächsischen Justizvollzug wurden im letzten Schuljahr 8 Hauptschul-, 2 Realschul- und 3 Berufsvorbereitungskurse angeboten. Die Schulkurse finden in den Justizvollzugsanstalten Bautzen, Chemnitz, Torgau und Dresden sowie in der Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen statt. 

Ergänzend zu den schulischen Bildungsangeboten werden im sächsischen Justizvollzug flächendeckend Alphabetisierungskurse angeboten. Weiter werden teilweise Deutschkurse speziell für Gefangene mit Migrationshintergrund angeboten, um sprachliche
Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, die auch auf eine spätere Teilnahme an beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen vorbereiten sollen.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium der Justiz und für Europa

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